Teilnehmer des Angriffs auf das Kapitol am 6. Januar 2021 sowie Verbündete des amerikanischen Präsidenten Donald Trump Laut einer von Reuters veröffentlichten Untersuchung streben sie eine finanzielle Entschädigung aus einem neuen Bundesfonds in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar für angebliche Opfer der „Militarisierung“ des US-Staates an.
Zu den Beteiligten gehört Enrique Tarrio, ehemaliger Anführer der Proud Boys, der angibt, nach den Unruhen im Kapitol politisch verfolgt worden zu sein. Auch andere Angeklagte oder Verurteilte, die mit den Unruhen vom 6. Januar in Verbindung stehen, haben Interesse an dem Fonds bekundet.
Dieses von Trump-Verbündeten unterstützte Programm zielt offiziell darauf ab, Menschen zu entschädigen, die sich von Bundesbehörden wie dem FBI oder der Steuerbehörde IRS zu Unrecht ins Visier genommen fühlen. Doch seine Funktionsweise und Rechtmäßigkeit sorgen in Washington bereits für heftige Kontroversen.
Demokratische Abgeordnete sowie einige Republikaner kritisieren insbesondere den Mangel an Prüfmechanismen bei der US-Steuerbehörde (IRS) und befürchten einen Mangel an Transparenz bei der Verwendung öffentlicher Gelder.
Laut Reuters erwägen einige Personen, die von Trump politisch ins Visier genommen wurden, ebenfalls, Entschädigungsansprüche geltend zu machen. Der ehemalige FBI-Direktor James Comey gehört zu denjenigen, deren Namen genannt wurden.
Kritiker befürchten einen politischen Missbrauch des Fonds, während die Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit dem 6. Januar weiterhin zu den heikelsten Themen im amerikanischen politischen Leben zählen.
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