Auf Nachfrage von François Piquemal, dem LFI-Abgeordneten für Haute-Garonne, in der Nationalversammlung bestätigte Innenminister Laurent Nuñez am Mittwoch, den 20. Mai, das Vorliegen ausländischer Cyberangriffe auf die Partei La France Insoumise während des Kommunalwahlkampfs. Er bezeichnete diese Aktionen als „äußerst schwerwiegend“ und „offensichtlich böswillig“. Gleichzeitig kündigte er an, den Fall den Justizbehörden zu übergeben und versprach die Veröffentlichung des Berichts des Wahlkoordinierungs- und Schutznetzwerks.
Die vom Minister beschriebene Vorgehensweise basiert auf sozialen Medien, die von nachweislich gefälschten Accounts betrieben, durch künstliche Intelligenz verstärkt und gegen mehrere identifizierte Kandidaten gerichtet sind. Zu den Zielpersonen gehören François Piquemal in Toulouse, David Guiraud in Roubaix und Sébastien Delogu in Marseille, der fälschlicherweise der Vergewaltigung beschuldigt wurde.
Die Spur führt zurück zu einem Unternehmen mit Sitz in Israel.
Französische Ermittler haben das israelische Unternehmen BlackCore als einen der Drahtzieher der Einmischungsoperation während des Kommunalwahlkampfs identifiziert. Ein Drahtzieher konnte jedoch noch nicht formell benannt werden. Der Wahlrichter muss zudem entscheiden, ob die Manipulation Auswirkungen auf das Wahlergebnis hatte.
Am selben Tag warnte Sébastien Delogu die Regierung auf einer Pressekonferenz vor dem Risiko, dass ähnliche ausländische Einmischungen die Präsidentschaftswahlen 2027 gefährden könnten. Angesichts der Umstände ist diese Warnung kaum zu ignorieren, da Frankreich bisher keine Antworten auf die Frage nach der Identität der Geldgeber erhalten hat.
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