Léa Salamé wird voraussichtlich in den kommenden Tagen ihre Position als Moderatorin der 20-Uhr-Nachrichten auf France 2 aufgeben. Laut Medienberichten wird die Journalistin im September nicht zurückkehren, um die Hauptnachrichtensendung des öffentlich-rechtlichen Senders zu moderieren. jeanmarcmorandini.comDieser Rücktritt stünde in direktem Zusammenhang mit der Entwicklung der politischen Situation ihres Partners Raphaël Glucksmann, der sich nun in einer immer deutlicher werdenden Phase im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen 2027 befindet.
Raphaël Glucksmann rückt einer Kandidatur näher.
Raphaël Glucksmann hat seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2027 noch nicht offiziell bekannt gegeben. Seine Positionierung hat sich in den letzten Wochen jedoch deutlich beschleunigt. Der Europaabgeordnete und Gründer von Place Publique veranstaltete am Samstag, den 13. Juni 2026, eine Kundgebung an den Docks de Paris in Aubervilliers. Die Veranstaltung wurde als seine erste Wahlkampfveranstaltung präsentiert. Der Veranstaltungsort war voll besetzt; Place Publique meldete eine Teilnehmerzahl von rund 4.000.
Eine Regel zur Vermeidung von Interessenkonflikten
Léa Salamés Situation hat sich mit der Aussicht auf Raphaël Glucksmanns Kandidatur zunehmend verschärft. Der Politiker selbst bestätigte, dass seine Partnerin eine klare Regel aufgestellt habe: Sollte er kandidieren, würde sie ihre Nachrichtensendung noch am selben Tag kündigen. Er betonte die Bedeutung ihrer Position und versicherte gleichzeitig, dass sie ihren Beruf völlig unabhängig ausübe. Mit dieser Haltung will er jegliche Verwechslung zwischen ihrer Rolle als politische Journalistin und der persönlichen Position ihres Partners im Präsidentschaftswahlkampf vermeiden.
Eine Ankündigung wurde verschoben, um das Saisonende nicht zu gefährden.
Raphaël Glucksmann verzögert die offizielle Bekanntgabe seiner Kandidatur so lange wie möglich, um Léa Salamé den Abschluss ihrer Saison als Moderatorin der 20-Uhr-Nachrichten auf France 2 zu ermöglichen. Der Journalist profitiert noch von einer gewissen Ungewissheit bis zur offiziellen Erklärung. Politisch gesehen erscheint Glucksmanns Schritt jedoch bereits bedeutsam. Zuvor hatte er eine dreimonatige Bedenkzeit angekündigt. Bei seiner letzten Wahlkampfveranstaltung zeigte er sich deutlich entschlossener, was den Eindruck einer bewussten Vorankündigung seiner Kandidatur erweckt.
Jean-Baptiste Marteau wird voraussichtlich die 20-Uhr-Nachrichten übernehmen.
France 2 hat angeblich bereits eine Nachfolgerin für Léa Salamé gefunden. Jean-Baptiste Marteau, der regelmäßig als Vertretung die 20-Uhr-Nachrichten moderiert, soll den Posten übernehmen. Der Journalist ist mit der Sendung bereits vertraut und hat schon häufiger als Moderator eingesprungen. Seine Moderationsleistung gilt als solide, und er erzielte während seiner Vertretungszeiten konstant gute Einschaltquoten.
Für France 2 beginnt ein neues Kapitel.
Der erwartete Abschied von Léa Salamé würde einen bedeutenden Wendepunkt für die Nachrichtensendung von France 2 markieren. Nachdem sie in einem stark beachteten Umfeld die Moderation der 20-Uhr-Nachrichten übernommen hatte, wurde von der Journalistin erwartet, dass sie eine neue Ära für das Nachrichtenprogramm des öffentlich-rechtlichen Senders einläuten würde. Die mögliche Kandidatur von Raphaël Glucksmann bei den Präsidentschaftswahlen 2027 hat jedoch alles verändert. Sollte er seine Kandidatur offiziell bekannt geben, wäre ihre weitere Tätigkeit als Moderatorin der 20-Uhr-Nachrichten nicht mehr tragbar. Eine Entscheidung wird daher in Kürze erwartet. France 2 bereitet den Übergang vor, wobei Jean-Baptiste Marteau maßgeblich für eine reibungslose Übergabe sorgt.