Tunesien wechselt seinen Nationaltrainer mitten in der Weltmeisterschaft 2026. Nach der 1:5-Niederlage gegen Schweden im ersten Gruppenspiel der Gruppe F löste die tunesische Nationalmannschaft den Vertrag mit dem Trainer auf. Sabri LamouchiDer im Januar ernannte ehemalige Trainer von Rennes, Nottingham Forest und Cardiff, dessen Vertrag ursprünglich bis 2028 laufen sollte, verlässt seinen Posten nach nur wenigen Monaten und nur einem Spiel bei dieser Weltmeisterschaft.
Renard übernimmt ab diesem Dienstag.
Hervé Renard tritt die Nachfolge von Sabri Lamouchi an. Der französische Trainer wird voraussichtlich am Dienstag offiziell sein Amt bei den „Carthage Eagles“ antreten. Der tunesische Fußballverband hat zudem beschlossen, die Verträge des Trainerstabs von Sabri Lamouchi aufzulösen und Wahbi Khazri im Trainerstab zu behalten. Renard wird von einem Torwarttrainer und einem Leistungsanalysten seiner Wahl unterstützt.
Eine fünfte afrikanische Auswahl für Renard
Mit 57 Jahren kehrt Hervé Renard in vertrautes Terrain zurück. Vor Tunesien trainierte er bereits Sambia, Angola, die Elfenbeinküste und Marokko. Tunesien ist damit seine fünfte afrikanische Nationalmannschaft. Zu den Höhepunkten seiner kontinentalen Karriere zählen zwei Afrika-Cup-Titel: 2012 mit Sambia und 2015 mit der Elfenbeinküste.
Ein bereits beeindruckender globaler Lebenslauf
Renard trainierte außerdem Marokko bei der Weltmeisterschaft 2018 und anschließend Saudi-Arabien bei der WM 2022, wo er in der Gruppenphase einen überzeugenden Sieg gegen Argentinien feierte. Danach übernahm er die französische Frauen-Nationalmannschaft, bevor er wieder die saudi-arabische Nationalmannschaft trainierte, die er im April 2026 verließ.
Tunesien steht in Gruppe F mit dem Rücken zur Wand.
Die Mission ist dringend. Nach der 1:5-Niederlage gegen Schweden hat Tunesien null Punkte und eine Tordifferenz von -4. Im anderen Spiel der Gruppe F trennten sich die Niederlande und Japan 2:2. Die Adler von Karthago müssen noch am 20. Juni in Guadalupe gegen Japan und am 25. Juni in Kansas City gegen die Niederlande antreten.
Zwei Spiele, um die Weltmeisterschaft zu retten
Das erweiterte Format der WM 2026 lässt eine Möglichkeit offen: Die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe qualifizieren sich, ebenso wie die acht besten Gruppendritten. Tunesien hat somit rechnerisch noch Chancen, darf sich aber keine Fehler erlauben. Renard übernimmt eine Mannschaft mit vielen Niederlagen, ein neu formiertes Trainerteam und einen engen Spielplan. Sein erstes Ziel ist klar: Tunesien muss vor der WM in Japan wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Eine wahrlich gewaltige Aufgabe…