Die Nationale Gewerkschaft der Pflegefachkräfte fordert die Schaffung eines nationalen Systems zum besseren Schutz gefährdeter Bevölkerungsgruppen während Hitzewellen. Dieser Vorschlag erfolgt vor dem Hintergrund von 1.243 zusätzlichen Todesfällen, die zwischen dem 3. und 22. Juli registriert wurden. Die vorläufige Zahl der Todesopfer durch die verschiedenen Hitzewellen dieses Sommers beläuft sich auf rund 7.300.
Die Gewerkschaft ist der Ansicht, dass Informationskampagnen angesichts der immer häufiger auftretenden Hitzewellen nicht mehr ausreichen. Ihr Plan sieht vor, gefährdete Personen anhand mehrerer Faktoren zu identifizieren, darunter Alter, chronische Erkrankungen, soziale Isolation und die Hitzebelastung ihrer Wohnungen. Die Kommunen sollen ihre Erfassungsmethoden verbessern und sich nicht mehr allein auf das Alter als Kriterium stützen.
Hausbesuche im Gefahrenfall
Das System würde sich insbesondere auf die 140.000 selbstständigen Pflegekräfte im ganzen Land stützen. Wenn eine gefährdete Person nicht mehr ans Telefon geht oder besorgniserregende Symptome zeigt, könnte schnell ein Hausbesuch organisiert werden. Eine präventive Beratung zum Thema Hitze würde zudem eine Beurteilung des Gesundheitszustands und die Abstimmung der Überwachung mit dem Arzt und den Sozialdiensten ermöglichen.
Gesundheitsexperten könnten auch Wohnungen identifizieren, die während Hitzewellen unsicher geworden sind, insbesondere Dachgeschosswohnungen und schlecht isolierte Gebäude. Der Plan sieht vor, Bewohner bei extrem hohen Innentemperaturen vorübergehend unterzubringen. Ziel ist es, von einer Politik der allgemeinen Warnungen zu einem proaktiven Eingreifen für die am stärksten gefährdeten Personen überzugehen.
Gemeinschaft
Bemerkungen
Schreiben Sie eine Rezension
Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.