Dominique de Villepin hat erklärt, dass er im Falle seiner Wahl zum Präsidenten der Republik im Jahr 2027 als ersten einen senegalesischen Schützen im Panthéon beisetzen lassen wird. Obwohl er seine Kandidatur noch nicht offiziell bekannt gegeben hat, präsentiert der ehemalige Premierminister diese Maßnahme als Zeichen der Anerkennung für die afrikanischen Soldaten, die für Frankreich gekämpft haben.
Die 1857 gegründeten senegalesischen Tirailleurs rekrutierten Männer aus verschiedenen Gebieten Subsahara-Afrikas, obwohl ihr Name vermuten lässt, dass sie ausschließlich aus Senegal stammten. Diese Soldaten nahmen an beiden Weltkriegen sowie an Kolonialfeldzügen und Dekolonisierungskonflikten in Indochina und Algerien teil.
Dominique de Villepin prangert französische „Undankbarkeit“ an
Der ehemalige Außenminister ist der Ansicht, dass Frankreich diesen Soldaten noch immer etwas schuldet. Er erwähnt insbesondere das Massaker von Thiaroye im Jahr 1944, bei dem afrikanische Schützen, die die Auszahlung ihrer ausstehenden Soldzahlungen forderten, von der französischen Armee getötet wurden. Dominique de Villepin deutet zudem eine familiäre Verbindung zu dieser Geschichte an, da mehrere seiner Verwandten an der Seite dieser Soldaten gekämpft haben.
Dieser Vorschlag ermöglicht es Dominique de Villepin, Themen der historischen Erinnerung und der Beziehungen zu Afrika in seinen möglichen Präsidentschaftswahlkampf einzubinden. Obwohl bereits mehrere Staatsoberhäupter den senegalesischen Tirailleuren Tribut gezollt haben, wäre ihre Beisetzung im Panthéon eine beispiellose symbolische Geste, die alle diese Kämpfer gemeinsam repräsentieren soll.
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