Die japanische Industrieproduktion verlangsamt sich aufgrund von Kosten im Zusammenhang mit den Spannungen im Nahen Osten.
Die japanische Industrieproduktion verlangsamt sich aufgrund von Kosten im Zusammenhang mit den Spannungen im Nahen Osten.

Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage wuchs die japanische Fertigungsindustrie im Mai langsamer, während der Dienstleistungssektor zum ersten Mal seit über einem Jahr stagnierte.

Laut den vorläufigen PMI-Daten von S&P Global fiel der japanische Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Mai auf 54,5 Punkte, nach 55,1 Punkten im April. Ein Wert über 50 signalisiert zwar Wachstum, die Dynamik lässt jedoch nach.

Die Verlangsamung ist teilweise auf steigende Produktionskosten zurückzuführen, die mit Störungen in den Lieferketten und Spannungen im Nahen Osten zusammenhängen und sich negativ auf die Rohstoffpreise und das Vertrauen der Unternehmen auswirken.

Der Dienstleistungssektor, der 13 Monate in Folge Wachstum verzeichnet hatte, blieb im Mai stabil; der Index fiel von 51,0 im Vormonat auf 50,0 zurück.

Japanische Unternehmen sehen sich mit der schnellsten Inflationsrate der Inputkosten seit Ende 2022 konfrontiert, was sie dazu zwingt, die Verkaufspreise auf den höchsten Stand seit fast 19 Jahren, für die Daten vorliegen, anzuheben.

Trotzdem bleibt das Vertrauen der Unternehmen fragil, da diese weiterhin Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen des geopolitischen Umfelds auf die globalen Lieferketten und die Inlandsnachfrage äußern.

Laut der Ökonomin Annabel Fiddes von S&P Global Market Intelligence könnten anhaltender Kostendruck in Verbindung mit einer schwächeren Nachfrage die japanische Wirtschaft in den kommenden Monaten zusätzlich belasten.

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