Laut einer Untersuchung hatte die australische Polizei die Bedrohungen vor der Schießerei in Bondi nicht bewertet.
Laut einer Untersuchung hatte die australische Polizei die Bedrohungen vor der Schießerei in Bondi nicht bewertet.

Wie im Rahmen einer öffentlichen Untersuchung am Montag bekannt wurde, führte die Polizei im Bundesstaat New South Wales vor der Gemeinschaftsveranstaltung, bei der die tödliche Schießerei am Bondi Beach stattfand, keine Risikobewertung durch.

Der Anschlag, der sich während einer Chanukka-Feier in Sydney ereignete, schockierte Australien und entfachte die Debatte über die Sicherheit öffentlicher Versammlungen und den Anstieg antisemitischer Gewalt neu.

Laut Zeugenaussagen im Zuge der Ermittlungen hatte eine Sicherheitsgruppe der jüdischen Gemeinde die Anwesenheit von Polizeibeamten zur Überwachung der Veranstaltung beantragt. Dieser Antrag wurde angeblich nicht von einer formellen Gefährdungsbeurteilung durch die zuständigen Behörden begleitet.

Der Chef des australischen Geheimdienstes erklärte dem Ausschuss, dass antisemitische Handlungen und Hetze, wenn sie nicht ausreichend eingedämmt werden, ein Klima schaffen können, das Gewalt begünstigt. Seine Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Behörden untersuchen, ob Warnzeichen vor dem Anschlag ignoriert wurden.

Die Untersuchung wird fortgesetzt, um die Entscheidungskette zu prüfen, die zum Fehlen verstärkter Sicherheitsmaßnahmen geführt hat, sowie mögliche Koordinierungsfehler zwischen Polizei und Organisatoren.

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