Die Generalsekretärin der Gewerkschaft CGT, Sophie Binet, gab am Montag bekannt, dass sie formell wegen Verleumdung angeklagt wurde, nachdem sie öffentlich die „bei Tefal grassierende Gewerkschaftsrepression“ angeprangert hatte. Diese Information wurde heute Morgen von der Gewerkschaftschefin inmitten anhaltender Spannungen zwischen dem Unternehmen und mehreren Gewerkschaftsvertretern bekannt gegeben.
Fabien Gay, der Chefredakteur von L'Humanité, teilte France Inter ebenfalls mit, dass er im selben Fall formell wegen öffentlicher Beleidigung angeklagt worden sei. Seinen Angaben zufolge drohe ihm in diesem Verfahren eine Geldstrafe von bis zu 12.000 Euro.
Tefal bestätigt, dass es rechtliche Schritte eingeleitet hat.
Auf Anfrage von franceinfo bestätigte Tefal, Klage gegen Sophie Binet und ihre Mitautoren eingereicht zu haben. Das Unternehmen wies die öffentlich erhobenen Vorwürfe entschieden zurück und bezeichnete die Aussagen zu seinen internen Abläufen als schwerwiegend und fehlerhaft.
Das Unternehmen gab außerdem an, dass die formelle Anklage bereits am 12. März erhoben worden sei. Dieser Fall ereignet sich inmitten eines angespannten gesellschaftlichen Klimas im Zusammenhang mit Fragen der Gewerkschaftsfreiheit und der Arbeitsbedingungen, da mehrere Organisationen seit Jahren den Druck anprangern, der auf bestimmte Arbeitnehmervertreter innerhalb des Industriekonzerns ausgeübt wird.
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