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Ligue 1: OM legt einen fulminanten Start hin, aber wer kann PSG wirklich daran hindern, die Liga erneut zu dominieren?

— Ligue 1: OM startet mit einem Paukenschlag, aber wer kann PSG wirklich daran hindern, die Liga erneut zu dominieren?
Ligue 1: OM legt einen fulminanten Start hin, aber wer kann PSG wirklich daran hindern, die Liga erneut zu dominieren?

Die Ligue 1 startete am Freitagabend, und Olympique Marseille setzte ein starkes Ausrufezeichen. Im Vélodrome deklassierte OM Straßburg mit 4:0 und eröffnete damit die Saison 2026/2027. Diese erste Machtdemonstration katapultiert Marseille vorläufig an die Tabellenspitze. Doch hinter diesem perfekten Auftakt verbirgt sich die eigentliche Frage der neuen Saison: Nicht wer PSG vom Thron stoßen kann, denn der Pariser Klub scheint derzeit für seine französischen Rivalen unerreichbar, sondern wer dem Meister am nächsten kommen kann. Denn trotz Marseilles 4:0-Sieg bleibt der Abstand enorm: Über eine ganze Saison betrachtet, scheint derzeit kein Team der Ligue 1 die nötigen Mittel zu besitzen, um die Pariser Dominanz ernsthaft herauszufordern. Paris dominiert den französischen Fußball seit Jahren und hat zuletzt mit dem Gewinn der Champions League in zwei aufeinanderfolgenden Saisons ein neues Niveau erreicht.

Marseille beginnt mit einer Vorführung

In Bruno Genesios erstem Ligue-1-Spiel als Trainer von Olympique Marseille wartete die Mannschaft bis zur zweiten Halbzeit, um Straßburg zu deklassieren. Nach einer 0:0-Halbzeitpause erzielte Amine Gouiri kurz nach Wiederanpfiff den Führungstreffer. Straßburg musste anschließend nach dem Platzverweis von Samir El-Mourabet in der 59. Minute mit zehn Mann weiterspielen. Gouiri erhöhte in der 68. Minute per Elfmeter auf 2:0 und schnürte damit seinen Doppelpack. Keyliane Abdallah erzielte kurz vor Schluss noch den dritten Treffer, ehe Pierre-Emile Højbjerg in der Nachspielzeit den 4:0-Endstand besiegelte. Drei Punkte, kein Gegentor und eine Tordifferenz von +4. Marseille hätte sich kaum einen besseren Start in die Ligasaison wünschen können.

Lens wird voraussichtlich schon diesen Samstag verfügbar sein.

Nach Marseilles überzeugendem Sieg tritt Lens diesen Samstag um 17:15 Uhr im Bollaert-Stadion gegen Auxerre an. Lens reist nach dem Sieg gegen PSG in der Trophée des Champions mit viel Selbstvertrauen an. Dieser Sieg erinnert daran, dass Paris in einem einzelnen Spiel keineswegs unbesiegbar ist. Um 20:45 Uhr startet Lyon in Toulouse in die Saison. Nizza empfängt derweil Lorient, Troyes begrüßt den Paris FC und Le Mans trifft auf Brest.

Lille und Monaco treffen am Sonntag aufeinander.

Der erste Spieltag wird am Sonntag um 15:00 Uhr mit der Partie Angers gegen Lille fortgesetzt. Der LOSC, Vizemeister der letzten Saison, zählt erwartungsgemäß zu den Spitzenteams. Um 17:15 Uhr reist Monaco nach Le Havre. Auch dort will Monaco die Tabellenspitze zurückerobern und sich sofort wieder in der Spitzengruppe etablieren. Anschließend folgt das letzte Spiel des Wochenendes, das zweifellos am meisten erwartet wird, wenn es um die endgültige Tabellenplatzierung geht.

Rennes-PSG beendet den ersten Tag

Nach dem zweiten Sieg in Folge im UEFA Super Cup startet PSG am Sonntag um 20:45 Uhr mit einem Auswärtsspiel gegen Rennes in die Ligue-1-Saison. Die Partie wurde aufgrund des Zustands des Spielfelds im Parc des Princes verlegt. Paris hat somit die Chance, direkt auf Marseilles 4:0-Sieg zu reagieren. Ein Sieg der Pariser würde nach nur einem Spieltag natürlich noch nichts entscheiden. Er würde aber die Realität verdeutlichen, mit der alle anderen französischen Vereine konfrontiert sind: Um von einem Ausrutscher von PSG zu profitieren, müssen sie fast jede Woche gewinnen können.

PSG spielt in einer anderen Liga

Paris Saint-Germain startet in einer fast paradoxen Situation in die neue Ligue-1-Saison. Die größte Herausforderung im Inland besteht nicht mehr einfach darin, vor Marseille, Monaco, Lille oder Lens zu landen. Es geht vielmehr darum, die gesamte Saison über konzentriert zu bleiben, während die Ambitionen auf die Spitze des europäischen Fußballs gerichtet sind. PSG verfügt über einen Kader, der in Frankreich nahezu konkurrenzlos ist. Die anderen großen französischen Klubs können PSG zwar gelegentlich schlagen. Marseille hat es bereits geschafft. Monaco kann es. Lille auch. Lens besiegte PSG erst kürzlich in der Trophée des Champions. Doch PSG über 90 Minuten zu schlagen und nach 34 Spieltagen vor PSG zu stehen, sind zwei völlig verschiedene Dinge. Genau hier liegt der Unterschied. PSG dominiert den französischen, europäischen und internationalen Fußball nach zwei aufeinanderfolgenden Titeln in der Champions League und im UEFA Super Cup sowie dem Gewinn des Weltpokals. Der nationale Titel scheint PSG bereits sicher. Doch hinter PSG herrscht noch völlige Ungewissheit.

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