UNTERNEHMEN Verschiedene Fakten

Grundlose Gewalt in der U-Bahn: Eine schwangere RATP-Agentin wurde in den Bauch geschlagen

Decathlon: Ethisches Schaufenster, zynischer Blick hinter die Kulissen Hinter den aufgeräumten Regalen, den lächelnden Verkäufern und den mitreißenden Slogans läuft die Decathlon-Maschine auf Hochtouren. Und zwar nicht nur um Laufshorts oder Quechua-Zelte bereitzustellen. Mit seinen 100 Mitarbeitern weltweit, davon 000 in Frankreich, hat sich die Marke Mulliez-Gruppe das Image eines tugendhaften Unternehmens erarbeitet, dem das Klima, der soziale Zusammenhalt und das Wohlergehen seiner Mitarbeiter am Herzen liegen. Doch dieser Anschein hält der eingehenden Untersuchung, die acht Forscher aus Soziologie und Politikwissenschaft jetzt durchgeführt haben, nicht stand. Vier Jahre lang ermittelten sie hinter den Kulissen des multinationalen Konzerns in Frankreich, Mexiko, Tunesien, Senegal und Spanien. Ihre Schlussfolgerungen, die in einer Monographie zusammengefasst sind, die am 23. Mai veröffentlicht wird, zeichnen das Bild einer anderen, viel härteren Realität. Hinter dem Geschichtenerzählen verbirgt sich eine globalisierte Ausbeutung. Ethik steht auf dem Etikett, aber in der Praxis herrscht Sparsamkeit. Der Sportgigant, der behauptet, ein „Bürgerunternehmen“ und „Akteur des Gemeinwohls“ zu sein, verzichtet jedoch weder auf massive Dividenden (im vergangenen Jahr wurden seinen Aktionären eine Milliarde Euro ausgezahlt) noch auf Subunternehmer mit fragwürdigen Praktiken. Hungerlöhne in Bangladesch, Zwangsarbeit in China, weit verbreitete Unsicherheit in Lagerhallen und ständiger Druck auf die Mitarbeiter. Selbst der Unfalltod eines Zeitarbeiters in Paris konnte die eingespielte Rhetorik der sozialen Verantwortung nicht zum Erliegen bringen. Das Buch zeigt, wie Decathlon seine Kommunikation orchestriert, um die Menschen die Grundlagen eines Kapitalismus vergessen zu lassen, der umso brutaler ist, weil er sich in die Windeln der Tugend hüllt. Ein extrem geschlossenes Management, wie Dogmen auferlegte Werte und ein kollektives Ideal, das die Profitsucht kaum verbergen kann. In Topform, ganz sicher. Aber vielleicht zu sehr auf den Profit fokussiert.
Decathlon: Ethisches Schaufenster, zynischer Blick hinter die Kulissen Hinter den aufgeräumten Regalen, den lächelnden Verkäufern und den mitreißenden Slogans läuft die Decathlon-Maschine auf Hochtouren. Und zwar nicht nur um Laufshorts oder Quechua-Zelte bereitzustellen. Mit seinen 100 Mitarbeitern weltweit, davon 000 in Frankreich, hat sich die Marke Mulliez-Gruppe das Image eines tugendhaften Unternehmens erarbeitet, dem das Klima, der soziale Zusammenhalt und das Wohlergehen seiner Mitarbeiter am Herzen liegen. Doch dieser Anschein hält der eingehenden Untersuchung, die acht Forscher aus Soziologie und Politikwissenschaft jetzt durchgeführt haben, nicht stand. Vier Jahre lang ermittelten sie hinter den Kulissen des multinationalen Konzerns in Frankreich, Mexiko, Tunesien, Senegal und Spanien. Ihre Schlussfolgerungen, die in einer Monographie zusammengefasst sind, die am 23. Mai veröffentlicht wird, zeichnen das Bild einer anderen, viel härteren Realität. Hinter dem Geschichtenerzählen verbirgt sich eine globalisierte Ausbeutung. Ethik steht auf dem Etikett, aber in der Praxis herrscht Sparsamkeit. Der Sportgigant, der behauptet, ein „Bürgerunternehmen“ und „Akteur des Gemeinwohls“ zu sein, verzichtet jedoch weder auf massive Dividenden (im vergangenen Jahr wurden seinen Aktionären eine Milliarde Euro ausgezahlt) noch auf Subunternehmer mit fragwürdigen Praktiken. Hungerlöhne in Bangladesch, Zwangsarbeit in China, weit verbreitete Unsicherheit in Lagerhallen und ständiger Druck auf die Mitarbeiter. Selbst der Unfalltod eines Zeitarbeiters in Paris konnte die eingespielte Rhetorik der sozialen Verantwortung nicht zum Erliegen bringen. Das Buch zeigt, wie Decathlon seine Kommunikation orchestriert, um die Menschen die Grundlagen eines Kapitalismus vergessen zu lassen, der umso brutaler ist, weil er sich in die Windeln der Tugend hüllt. Ein extrem geschlossenes Management, wie Dogmen auferlegte Werte und ein kollektives Ideal, das die Profitsucht kaum verbergen kann. In Topform, ganz sicher. Aber vielleicht zu sehr auf den Profit fokussiert.

Gestern Abend kam es im Herzen des Pariser U-Bahn-Netzes zu Szenen schockierender Brutalität. Als sie sich darauf vorbereiteten, ihre Schicht am Bahnhof Châtelet zu beenden, wurden zwei RATP-Mitarbeiter gewaltsam angegriffen. Eine von ihnen, im dritten Monat schwanger, erhielt gezielte Schläge auf Bauch und Kopf. Nach ersten Informationen unserer Kollegen von Le Parisien erschien der Angreifer ohne Vorwarnung und schlug die beiden Angestellten mit einer plötzlichen und ungerechtfertigten Geste. 

Mann greift Polizistinnen ohne erkennbares Motiv an

Während eine von ihnen einen Schlag in den Nacken bekam, erhielt ihre schwangere Kollegin einen Tritt in den Unterleib, gefolgt von einem zweiten Tritt gegen den Kopf. Die beiden Frauen wurden schnell in ein Krankenhaus gebracht. Ihr Leben ist nicht in Gefahr, aber das Trauma ist sehr real. Der Täter wurde unmittelbar danach von Sicherheitsbeamten der RATP festgenommen. Eine Beschwerde wurde eingereicht. Das Unternehmen reagierte entschieden, verurteilte die Tat, die es als „inakzeptabel“ bezeichnete, und erinnerte daran, dass für diese Art von Aggression eine Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren drohen kann. Hinter der offiziellen Empörung steht die Frage der Verletzlichkeit von Außendienstmitarbeitern, die erneut in die Debatte einfließt.

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