Édouard Philippe bezieht klar Stellung gegenüber Algerien. In einem Interview mit BFMTV erklärte der Präsidentschaftskandidat der Partei Horizons für die Wahlen 2027, er sei „persönlich dafür, das Abkommen von 1968“ zwischen Paris und Algier zu verurteilen, und forderte eine Machtdemonstration, die seiner Ansicht nach bis auf europäische Ebene getragen werden könne.
Der ehemalige Premierminister glaubt, dass eine Konfrontation mit den algerischen Behörden notwendig werden könnte. „Es wird nicht unbedingt eine rein französische, sondern eine rein europäische Auseinandersetzung sein“, erklärte er und plädierte damit für ein koordiniertes Vorgehen mit Frankreichs Partnern.
Das Abkommen von 1968 zielte direkt ab
Das 1968 zwischen Frankreich und Algerien unterzeichnete Abkommen regelt die Bewegungsfreiheit, den Aufenthalt und die Beschäftigung algerischer Staatsangehöriger in Frankreich. Édouard Philippe beabsichtigt nun, dieses Abkommen inmitten der anhaltenden und erheblichen Spannungen zwischen Paris und Algier direkt anzufechten.
Diese Haltung bestätigt die Verschärfung der Position des Horizons-Kandidaten in Migrations- und Diplomatiefragen. Nachdem er bereits eine deutliche Reduzierung der Zuwanderung nach Mayotte gefordert hat, versucht Édouard Philippe nun, im Präsidentschaftswahlkampf eine klare Linie zu verfolgen und Algerien als neues Schlachtfeld der politischen Auseinandersetzung zu nutzen.
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