Baptiste Rossi, 32, der mehrere Jahre als Redenschreiber für Emmanuel Macron tätig war, verlässt den Élysée-Palast, um zu France Télévisions zu wechseln. Der junge Autor wurde von Delphine Ernotte für die strategische Position des Stabschefs des Präsidenten des öffentlich-rechtlichen Senders angeworben. Er wird voraussichtlich auch dem Vorstand von France Télévisions beitreten und damit einen der engsten Vertrauten des Präsidenten in eine zentrale Position im öffentlich-rechtlichen Rundfunk rücken.
Ein Rekrutierungsprozess inmitten von Turbulenzen
Diese Personalentscheidung fällt in eine Zeit, in der sich die Amtszeit des Präsidenten dem Ende zuneigt und mehrere Mitarbeiter des Élysée-Palastes ihre berufliche Laufbahn überdenken. Sie erfolgt zudem in einer heiklen Phase für France Télévisions, die durch die Untersuchung zu Alloncle erschüttert und unter Druck gesetzt wurde. Delphine Ernottes Entscheidung, einen Redenschreiber für den Präsidenten einzustellen, wirft Fragen zum Verhältnis zwischen politischer Macht und öffentlich-rechtlichem Rundfunk auf.
Baptiste Rossi, Absolvent von Sciences Po und ENA, wurde früh von Bernard-Henri Lévy entdeckt, der ihn bei La Règle du Jeu einstellte und als „brillant“ bezeichnete. Noch vor seinem Eintritt in den Stab des Élysée-Palastes hatte er vor seinem 23. Lebensjahr zwei Romane bei Grasset veröffentlicht – ein ungewöhnlicher Werdegang im Umfeld des Präsidenten. Dieser literarische und politische Hintergrund macht ihn zu einem einzigartigen Berater, der nun die Entscheidungsprozesse eines Medienkonzerns leiten soll, der vor zahlreichen Herausforderungen steht.
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