Google hat den Antrag zweier britischer Gewerkschaften auf freiwillige Anerkennung abgelehnt, bietet aber gleichzeitig Gespräche über eine staatlich unterstützte Vermittlungsstelle an. Diese Entscheidung fällt in eine Zeit zunehmender Arbeitsunruhen in einigen britischen Niederlassungen des Unternehmens.
Die beteiligten Gewerkschaften, die Communication Workers Union und Unite the Union, hatten diese Anerkennung nach einer internen Abstimmung der Mitarbeiter offiziell beantragt. Diese Abstimmung zeigte Berichten zufolge die Unterstützung für eine Gewerkschaftsbildung innerhalb von Googles KI-Abteilung DeepMind.
Nach britischem Recht eröffnet die Ablehnung einer freiwilligen Anerkennung eine 20-tägige Frist für Verhandlungen. Diese Frist kann im gegenseitigen Einvernehmen verlängert werden. Scheitern die Verhandlungen, können die Gewerkschaften bei einer unabhängigen Behörde die rechtliche Anerkennung beantragen.
Google erklärte, man habe Gespräche über ACAS, den britischen Schlichtungsdienst für Arbeitsrechtsstreitigkeiten, angeboten. Diese Option ermöglicht es, mögliche Gerichtsverfahren hinauszuzögern und gleichzeitig einen Rahmen für den Dialog zwischen den Parteien zu schaffen.
Die Gewerkschaften ihrerseits begrüßten die Aufnahme dieser Gespräche und sahen darin einen ersten Schritt hin zur formellen Anerkennung. Sie betonen, dass die Forderung auf dem direkten Input der Beschäftigten in der betreffenden Abteilung beruht, insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz.
Dieser Fall ist Teil einer breiteren Bewegung zur Strukturierung von Gewerkschaften im Technologiesektor in Großbritannien und Europa, wo die Angestellten großer Digitalunternehmen angesichts sich rasch verändernder Arbeitsbedingungen und Herausforderungen im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz eine stärkere Vertretung anstreben.
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