Das Parlament hat die Reform, die das Wählerverzeichnis für die Provinzwahlen in Neukaledonien teilweise öffnet, endgültig verabschiedet – nur wenige Wochen vor einer für den Archipel besonders heiklen Wahl. Der von der Regierung unterstützte Text wurde nach seiner Verabschiedung im Senat mit großer Mehrheit in der Nationalversammlung angenommen.
Die Reform umfasst insbesondere die Registrierung von rund 10.500 einheimischen Neukaledoniern, die zuvor von der Provinzwahl ausgeschlossen waren. Die Regierung verteidigt diese Maßnahme als Korrektur der Folgen des nach dem Abkommen von Nouméa 1998 verhängten Wählerstopps, der die Teilnahme an Kommunalwahlen auf einen Teil der Bevölkerung beschränkte, der sich vor diesem Datum dort niedergelassen hatte.
Eine Reform, die im Archipel weiterhin für Aufsehen sorgt.
Die Frage des Wählerverzeichnisses zählt weiterhin zu den heikelsten Themen im politischen Leben Neukaledoniens. Der vorherige Reformversuch trug zu den gewalttätigen Unruhen von 2024 bei, die mehrere Todesopfer und erhebliche Sachschäden im ganzen Land zur Folge hatten.
Die Regierung, ein Teil des rechten Flügels, und die Sozialistische Partei unterstützten den Gesetzentwurf, während radikale Linke, Grüne und Kommunisten ihn ablehnten. Der Minister und Premierminister für die Überseegebiete, Sébastien Lecornu, begrüßte ihn als „kleinen, aber entscheidenden Schritt“ und kündigte an, dass der Verfassungsrat konsultiert werde, um die rechtliche Korrektheit der Reform vor den für den 28. Juni angesetzten Provinzwahlen sicherzustellen.
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