Studien warnen vor den gesundheitlichen Auswirkungen bestimmter Lebensmittelzusatzstoffe.
Studien warnen vor den gesundheitlichen Auswirkungen bestimmter Lebensmittelzusatzstoffe.

Drei neue wissenschaftliche Studien, insbesondere von Forschern des französischen Instituts für Wissenschaft und Technologie (Inserm), belegen Zusammenhänge zwischen verschiedenen Lebensmittelzusatzstoffen und einem erhöhten Risiko für Krebs, Typ-2-Diabetes und Bluthochdruck. Die in verschiedenen internationalen medizinischen Fachzeitschriften veröffentlichten Studien basieren auf Daten von über 100.000 Teilnehmern, die im Rahmen der französischen NutriNet-Santé-Kohorte über 14 Jahre beobachtet wurden.

Die Forscher konzentrierten sich insbesondere auf Farb- und Konservierungsstoffe, die in vielen hochverarbeiteten Lebensmitteln enthalten sind. Ihre Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein hoher Konsum bestimmter Lebensmittelfarbstoffe mit einem um 14 % erhöhten Krebsrisiko und einem um 38 % erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes einhergeht. Weitere Studien zeigen ebenfalls einen Zusammenhang zwischen verschiedenen Konservierungsstoffen und einem höheren Risiko für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Hochverarbeitete Lebensmittel stehen erneut unter Beobachtung.

Wissenschaftler weisen darauf hin, dass diese Zusatzstoffe in der Lebensmittelindustrie weit verbreitet sind, insbesondere in Limonaden, Fertiggerichten, industriell hergestelltem Gebäck und haltbaren Produkten. Auf Verpackungen sind sie in der Regel unter europäischen Kennzeichnungen von E100 bis E399 aufgeführt. Die Autoren betonen, dass die beobachteten Risiken auf übliche Ernährungsgewohnheiten und nicht auf außergewöhnlichen Konsum zurückzuführen sind.

Angesichts dieser Erkenntnisse fordern Forscher strengere Gesundheitsprüfungen bestimmter Zusatzstoffe und eine verbesserte Verbraucherinformation. Sie gehen davon aus, dass einige dieser Substanzen, insbesondere bestimmte Farbstoffe zur optischen Aufwertung von Produkten, in den kommenden Jahren strengeren Regulierungen unterliegen könnten.

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