Die Importe neuseeländischer Kiwis nach Frankreich haben seit dem Inkrafttreten des Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Union und Neuseeland im Mai 2024 stark zugenommen. Durch den Wegfall der Zölle konnten diese Früchte mehr Regalfläche in französischen Supermärkten einnehmen.
Für 2024 wird mit Importen von 41.242 Tonnen neuseeländischer Kiwis nach Frankreich gerechnet, verglichen mit 23.561 Tonnen im Jahr 2023. Der Wert der Importe erreichte 138 Millionen Euro, ein Anstieg um 52 Millionen Euro innerhalb eines Jahres. Diese Mengen nähern sich der französischen Produktion an, die bei rund 50.000 Tonnen pro Jahr liegt und fast 1.150 Erzeuger ernährt.
Realer, aber saisonaler Wettbewerb
Dieser Anstieg verschärft das französische Agrarhandelsdefizit mit Neuseeland und stärkt die Position von Zespri, dem weltweit führenden Kiwiexporteur. Französische Erzeuger können mit den Mengen, der Produktionskapazität und der internationalen Präsenz dieses Unternehmens kaum konkurrieren. Bereits 2022 beliefen sich die französischen Importe aus Neuseeland auf Kiwis im Wert von 90,6 Millionen Euro.
Die Auswirkungen müssen jedoch relativiert werden: Neuseeländische Kiwis kommen hauptsächlich außerhalb der Saison auf den Markt, wenn die französischen Bestände zur Neige gehen. Daher ersetzen sie die in Frankreich produzierten Kiwis nicht systematisch. Um den heimischen Markt zu schützen, konzentrieren sich Branchenexperten auf Herkunft, geschützte geografische Angaben und eine bessere Verbraucherinformation, um sicherzustellen, dass französische Kiwis während ihrer Vermarktungszeit die bevorzugte Wahl bleiben.
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