Die Präfektur Gironde hat dem umstrittenen Lachsfarmprojekt von Pure Salmon in Verdon-sur-Mer zugestimmt. Das Unternehmen plant, 280 Millionen Euro in den Bau einer Fabrik auf einem 14 Hektar großen Gelände an der Mündung der Gironde zu investieren.
Die Anlage soll mit einem geschlossenen Zuchtsystem bis zu 10.000 Tonnen Lachs pro Jahr produzieren. Pure Salmon verspricht die Schaffung von 400 Arbeitsplätzen, was einen bedeutenden wirtschaftlichen Vorteil für die Region bedeutet. Die Präfektur versichert, dass die Genehmigung unter strengen Umweltauflagen erteilt wurde.
Die Verbände befürchten ein außergewöhnliches Projekt
Mehrere lokale Organisationen lehnen dieses Projekt jedoch aufgrund seiner Größe und der potenziellen Umweltauswirkungen ab. Sie äußern insbesondere Bedenken hinsichtlich des Ressourcenverbrauchs, der Wasser- und Abwasserbehandlung sowie der Risiken, die mit der intensiven Zucht von Tausenden von Fischen in der Nähe der Flussmündung verbunden sind.
Die Genehmigung der Präfektur wird die Proteste daher voraussichtlich nicht beenden. Das Projekt vereint zwei schwer vereinbare Ziele: die Entwicklung der französischen Lachsproduktion und die Schaffung mehrerer hundert Arbeitsplätze bei gleichzeitigem Schutz eines besonders sensiblen Ästuarökosystems. Die tatsächliche Einhaltung der Pure Salmon auferlegten Auflagen wird nun entscheidend für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit dieser beispiellosen Lachsfarm sein.
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