Nigerianische Behörden verhafteten Afolabi Kazeem Micheal, auch bekannt als „KC Luxury“, der 700.000 Instagram-Follower hat, kurz vor dem Besteigen eines Fluges nach Paris. Das beschlagnahmte Kokain im Wert von fast 28 Millionen US-Dollar war für Großbritannien bestimmt.
Die Festnahme erfolgte am Abfluggate des internationalen Flughafens Murtala Mohammed in Lagos, zehn Tage nach dem Auffinden der Lieferung. Der 49-jährige Afolabi Kazeem Micheal wollte Nigeria mit einem Business-Class-Flug in die französische Hauptstadt verlassen, als ihn Beamte der Nationalen Drogenbekämpfungsbehörde (NDLEA) festnahmen.
Am 3. August wurden in einem Kurierlager in Lagos 184,5 kg Kokain in braunen Kartons versteckt gefunden. Die Drogen, deren Wert auf 28 Millionen US-Dollar (21 Millionen Pfund) geschätzt wird, waren laut der NDLEA für Großbritannien, andere europäische Länder und Asien bestimmt. Nigeria wird von diesem internationalen Netzwerk seit Jahren als Transitland genutzt.
In den sozialen Medien präsentierte sich „KC Luxury“ als Geschäftsmann, der auf Gold und Luxusgüter spezialisiert war. Ermittler werfen ihm vor, die nigerianische Drehscheibe eines Kartells zu sein, das Kokain von Südamerika nach Europa und Asien schmuggelte. Bei seiner Festnahme führte er über 12.840 US-Dollar in bar mit sich, aufgeteilt in Euro, Pfund Sterling und Naira, sowie wertvollen Schmuck, den die Behörden als „Erlöse aus seinen illegalen Geschäften“ bezeichnen.
„Aufgrund glaubwürdiger Informationen, die darauf hindeuteten, dass er beabsichtigte, das Land zu verlassen, handelten unsere Agenten entschlossen und nahmen ihn am Einschiffungsort fest, als er gerade versuchte, sich der Justiz zu entziehen“, sagte General Buba Marwa, Direktor der NDLEA, auf einer Pressekonferenz in Lagos.
Ein zweiter Verdächtiger, der 33-jährige Lawal Mujab Kehinde, wurde ebenfalls festgenommen. Er soll für das Logistikunternehmen gearbeitet haben, über das die Drogen transportiert wurden, und für das Verpacken der Pakete bar bezahlt worden sein. Weder Michael noch Kehinde haben sich zu den Vorwürfen geäußert, und gegen keinen von beiden wurde bisher Anklage erhoben.
Die NDLEA berichtet, dass weitere mutmaßliche Mitglieder des Netzwerks in Großbritannien von britischen Strafverfolgungsbehörden festgenommen wurden. Marwa schwor, die verbleibenden Mitglieder der Organisation zu verfolgen: „Wir werden euch notfalls bis vor die Tore jagen.“
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