Hitzewelle: Die Regierung aktiviert erstmals ihren Notfallplan für „extreme Hitze“.
Hitzewelle: Die Regierung aktiviert erstmals ihren Notfallplan für „extreme Hitze“.

Die Regierung gab am Freitag die erstmalige Aktivierung des Hitzenotfallplans (Orsec) in den Departements bekannt, die aufgrund extremer Hitze in die höchste Warnstufe (Rot) eingestuft wurden. Der von Regierungssprecherin Maud Bregeon vorgestellte Plan zielt darauf ab, die Maßnahmen des Zivilschutzes bei außergewöhnlicher Hitze zu verstärken. Er umfasst insbesondere die Einrichtung von Kühlzentren für besonders gefährdete Personen sowie eine verstärkte Überwachung isolierter Personen.

Neun Abteilungen in höchster Alarmbereitschaft

Ab Mittag gilt in neun Départements Westfrankreichs die höchste Hitzewarnstufe (Rot): Morbihan, Ille-et-Vilaine, Mayenne, Sarthe, Loire-Atlantique, Maine-et-Loire, Vendée, Deux-Sèvres und Vienne. In 72 weiteren Départements gilt weiterhin die zweithöchste Warnstufe (Orange). Laut Météo-France wird die Hitzewelle voraussichtlich mindestens bis zum 14. Juli anhalten, wobei am Sonntag mit einem weiteren Temperaturanstieg gerechnet wird.

Brände und gestörte Festlichkeiten

Die Hitzewelle geht mit einer hohen Waldbrandgefahr einher. Seit Anfang Juli wurden bereits 9.921 Hektar durch Brände zerstört, fast dreimal so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Angesichts dieser Lage haben mehrere Präfekturen, insbesondere in den Départements Hérault und Vendée, die für den französischen Nationalfeiertag am 14. Juli geplanten Feuerwerke abgesagt oder verboten, um die Brandgefahr zu minimieren.

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