Syrien: Ermittlungen zu den Anschlägen in Damaskus deuten auf eine Zelle mit Verbindungen zum Islamischen Staat hin
Syrien: Ermittlungen zu den Anschlägen in Damaskus deuten auf eine Zelle mit Verbindungen zum Islamischen Staat hin

Die ersten Erkenntnisse der syrischen Untersuchung zu den Explosionen, die am Dienstag Damaskus erschütterten, legen eine mutmaßliche Verbindung zwischen der für die Angriffe verantwortlichen Zelle und der Terrororganisation Islamischer Staat nahe, sagte ein hochrangiger syrischer Sicherheitsbeamter am Donnerstag.

Ahmad al-Dalati, Leiter der inneren Sicherheit im Umland von Damaskus, teilte dem syrischen Staatsfernsehen Ekhbariya mit, dass die Behörden ein Mitglied der Zelle identifiziert hätten, die an den Anschlägen vom 7. Juli beteiligt war. Die Überwachung dieser Person habe es den Sicherheitskräften ermöglicht, weitere mutmaßliche Mitglieder der Gruppe aufzuspüren.

„Wir konnten ein Mitglied der Zelle ausfindig machen, die für die Angriffe vom 7. Juli in Damaskus verantwortlich war, und durch die Überwachung dieser Person konnten wir die übrigen Mitglieder der Gruppe identifizieren“, sagte Ahmad al-Dalati, ohne weitere Details zur Identität der Verdächtigen oder ihrer Anzahl preiszugeben.

Der syrische Innenminister Anas Khattab hatte zuvor am Tag angedeutet, dass die Behörden nach Abschluss der Ermittlungen die Namen der Zellenmitglieder, ihre genauen Funktionen und alle ihre Verbindungen veröffentlichen würden.

Die Explosionen ereigneten sich am Dienstag in der Nähe eines Hotels in Damaskus, in dem sich der französische Präsident aufhielt. Emmanuel Macron war geblieben. Zwei Sprengsätze detonierten in der Gegend, wobei 18 Menschen verletzt wurden und der erste Besuch eines Staatsoberhaupts aus einem EU-Mitgliedstaat in Syrien seit dem Sturz von Baschar al-Assad gestört wurde.

Die syrischen Behörden setzen ihre Ermittlungen fort, um die genaue Struktur dieser Zelle, ihre Vorgehensweise und das Ausmaß ihrer möglichen Verbindungen zum Islamischen Staat zu ermitteln. Bislang wurden keine weiteren Details zu den Verdächtigen oder etwaigen Festnahmen veröffentlicht.

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