Frankreich belegt im Globalen Friedensindex 2026 lediglich Platz 99 von 163 Ländern. Dieses jährlich erscheinende Ranking bewertet Frieden, Sicherheit und Stabilität von Staaten anhand von 23 Indikatoren. Frankreich liegt in dieser Ausgabe zwischen Tansania, das direkt vor Frankreich rangiert, und Gabun, das direkt dahinter folgt.
Frankreich liegt in diesem Ranking weit hinter den führenden Ländern Westeuropas. Die Bewertung berücksichtigt verschiedene Bereiche, darunter Sicherheit, andauernde Konflikte und Militarisierung. Kriminalität, interne Spannungen, Gewaltgefährdung, politische Stabilität und das Ausmaß der Konfliktbeteiligung fließen in die Gesamtbewertung ein.
Island bleibt das sicherste Land der Welt
Island verteidigt zum 19. Mal in Folge seinen Spitzenplatz in der Weltrangliste. Es folgen Neuseeland, die Schweiz, Slowenien und Irland. Am anderen Ende der Rangliste steht Russland als das am wenigsten friedliche Land, hinter Sudan, der Demokratischen Republik Kongo, der Ukraine und Israel.
Der Bericht hebt zudem eine weltweite Verschlechterung des Friedens hervor. Das durchschnittliche Friedensniveau sank innerhalb eines Jahres um 0,7 Prozent und verzeichnete damit das zwölfte Jahr in Folge einen Rückgang. In den vergangenen achtzehn Jahren ging das globale Friedensniveau in fünfzehn Jahren zurück.
Ein ernstes Signal für das Image des Landes
Für Frankreich ist dieser 99. Platz ein ernstes Signal. Das Land bleibt eine diplomatische, militärische, wirtschaftliche und touristische Großmacht, doch seine Position in diesem Index spiegelt ein gesunkenes Sicherheitsgefühl und eine verminderte Stabilität im Inland wider. Das Ranking misst nicht nur das Kriegsrisiko, sondern berücksichtigt auch soziale Spannungen, Gewalt, öffentliche Unruhen und Indikatoren der alltäglichen Sicherheit.
Diese Position steht im deutlichen Gegensatz zu der vieler höherrangiger europäischer Nachbarn. Frankreich liegt somit deutlich zurück in einem Ranking, in dem West- und Mitteleuropa dennoch die friedlichste Region der Welt ist. Das Ergebnis verdeutlicht eine Diskrepanz zwischen dem internationalen Einfluss des Landes und seinem, im Index gemessenen, Friedensniveau.