Ultraschnelle Mode: Bis zu 20 Euro Strafe pro Kleidungsstück bei Shein, Temu und AliExpress
Ultraschnelle Mode: Bis zu 20 Euro Strafe pro Kleidungsstück bei Shein, Temu und AliExpress

Die Regierung hat die Umsetzungsdetails des Gesetzes gegen ultraschnelle Mode bekannt gegeben, das vom Parlament am 29. Juni verabschiedet wurde. Ein am Donnerstag vorgelegter Verordnungsentwurf sieht die Einführung einer Umweltstrafe von bis zu 20 Euro pro Kleidungsstück bis 2030 für ultraschnelle Modeplattformen wie Shein, Temu und AliExpress vor.

Diese finanzielle Strafe wird anhand der Umweltbewertung jedes Produkts berechnet und ist auf 50 % des Preises vor Steuern begrenzt. Sie gilt insbesondere für T-Shirts, Jeans, Kleider, Hosen, Pullover, Jacken, Mäntel, Hemden, Unterwäsche, Socken und Bademode, die über diese Plattformen verkauft werden.

Ein schrittweiser Leistungsanstieg bis 2030

Die Strafe wird schrittweise erhöht. Ab 2026 könnte für eine Jeans eine Strafe von 9 Euro fällig werden, bevor diese im Jahr 2030 auf über 17 Euro steigt. Die Einnahmen fließen in Prämien für Unternehmen, die als besonders umweltbewusst gelten.

Der Text richtet sich an Einzelhändler, die zwei Kriterien erfüllen: sehr große Mengen an Kleidung im Angebot und ein Geschäftsmodell, das Produktreparaturen nicht begünstigt. Laut dem Ministerium für den ökologischen Wandel betreffen diese Kriterien vor allem asiatische Plattformen, die sich auf ultraschnelle Mode spezialisiert haben.

In Frankreich ansässige Einzelhändler wie Kiabi, Decathlon, Jules, Petit Bateau, E.Leclerc und Carrefour wären von der Maßnahme nicht betroffen. Die Regierung ist der Ansicht, dass Plattformen wie Shein und Temu aufgrund ihrer deutlich höheren Umsätze im Vergleich zu Anbietern wie Zara, H&M, Primark oder Uniqlo maßgeblich für die Destabilisierung der französischen Textilindustrie verantwortlich sind. Der Verordnungsentwurf liegt bis Ende Juli zur öffentlichen Konsultation aus. Er soll am 1. September in Kraft treten.

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