„Soziale Müdigkeit“, jene subtile Krankheit, die manche dazu bringt, Interaktionen zu vermeiden.
„Soziale Müdigkeit“, jene subtile Krankheit, die manche dazu bringt, Interaktionen zu vermeiden.

Eine Einladung in letzter Minute ablehnen, Nachrichten tagelang ignorieren oder sich schon vor einem Abendessen mit Freunden erschöpft fühlen: Psychologen und Psychiater beobachten seit einigen Monaten einen Anstieg dessen, was sie heute als „soziale Müdigkeit“ bezeichnen. Dieses Phänomen, das besonders bei jungen Erwachsenen und Berufstätigen in Städten auftritt, beschreibt die emotionale Belastung, die mit der Zunahme digitaler, beruflicher und sozialer Anforderungen einhergeht.

Laut mehreren aktuellen Studien wird diese Erschöpfung durch einen Zustand ständiger Hyperkonnektivität verstärkt. Benachrichtigungen, Videokonferenzen, soziale Medien und der Druck, schnell reagieren zu müssen, versetzen das Gehirn in einen Zustand permanenter sozialer Alarmbereitschaft, selbst in Ruhephasen. Eine von [Name der Studie/des Autors] zitierte Umfrage… Le Monde Dies zeigt, dass 62 % der 18- bis 24-Jährigen trotz ständiger digitaler Interaktionen regelmäßig Einsamkeitsgefühle verspüren.

Soziale Netzwerke und Fernarbeit haben die menschlichen Beziehungen grundlegend verändert.

Forscher weisen zudem auf die anhaltenden Auswirkungen von Telearbeit und virtuellen Interaktionen hin, die nach der Pandemie zutage traten. Mehrere wissenschaftliche Studien erwähnen eine Zunahme beruflicher Isolation, sozialer Ängste und „Zoom-Müdigkeit“, der mentalen Überlastung durch wiederholte Videokonferenzen und die ständige Bildschirmarbeit.

Angesichts dieser Reizüberflutung fordern manche junge Menschen nun Phasen der „freiwilligen Abschaltung“, indem sie ihre Benachrichtigungen einschränken oder kleinere Freundeskreise bevorzugen. Experten erinnern uns jedoch daran, dass menschliche Beziehungen weiterhin unerlässlich für das psychische Wohlbefinden und die langfristige mentale Gesundheit sind, sofern sie nicht als ständige Quelle von Druck oder Erschöpfung empfunden werden.

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