Die Gerichte weisen eine Berufung gegen den Staat wegen illegalen Goldabbaus in Französisch-Guayana zurück.
Die Gerichte weisen eine Berufung gegen den Staat wegen illegalen Goldabbaus in Französisch-Guayana zurück.

Das Verwaltungsgericht von Cayenne hat die Klage von sechs Verbänden und zwei Einwohnern Französisch-Guayanas abgewiesen, die dem französischen Staat „fahrlässiges Handeln“ im Kampf gegen illegalen Goldabbau vorgeworfen hatten. Die Kläger argumentierten, die französischen Behörden würden nicht ausreichend Maßnahmen zum Schutz der Umwelt, der Gesundheit der lokalen Bevölkerung und der durch den illegalen Goldabbau beeinträchtigten Gewässer ergreifen.

Die Verbände forderten zudem die Anerkennung der ökologischen Schäden und die Verleihung des Rechtsstatus an den Maroni-Fluss, der seit Jahrzehnten durch illegalen Bergbau stark verschmutzt ist. Diese Forderung war Teil eines internationalen Trends, bestimmte Naturgebiete als eigenständige Rechtssubjekte anzuerkennen.

Das Gericht hält die Ressourcen des Staates für ausreichend.

Das Verwaltungsgericht stellte in seinem Urteil fest, dass der Staat bereits erhebliche Ressourcen gegen illegale Goldgräber einsetzt. Die Richter hoben insbesondere hervor, dass jährlich mehrere hundert Gendarmen und Soldaten an der Operation Harpie teilnehmen, die 2008 zur Bekämpfung des illegalen Goldabbaus im Amazonas-Regenwald ins Leben gerufen wurde.

Das Gericht erkannte zwar die Existenz von „ökologischen und kulturellen Schäden“ an, die bestimmten lokalen Bevölkerungsgruppen entstanden sind. Es entschied jedoch, dass es nicht zuständig sei, dem Maroni-Fluss Rechtspersönlichkeit zu verleihen, da dies in die Zuständigkeit des Parlaments und des Zivilrechts falle. Die Nichtregierungsorganisation Wild Legal gab an, eine Berufung zu erwägen, da der illegale Goldabbau in Französisch-Guayana weiterhin jedes Jahr Hunderte Hektar Wald zerstört und zahlreiche Gewässer verschmutzt.

Gemeinschaft

Bemerkungen

Die Kommentarfunktion ist geöffnet, aber vor Spam geschützt. Beiträge und Kommentare mit Links werden manuell geprüft.

Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.

Antworten Sie auf diesen Artikel

Kommentare werden moderiert. Werbebotschaften, automatisierte E-Mails und missbräuchliche Links werden blockiert.

Ihr erster Kommentar oder jede Nachricht, die einen Link enthält, wird möglicherweise erst nach Genehmigung veröffentlicht.