Da die Zahl der Elektrofahrzeuge in Frankreich stetig wächst, wirft die Preisgestaltung an Ladestationen bei Autofahrern immer mehr Fragen auf. In einer am Donnerstag veröffentlichten Studie prangert der Verbraucherverband Que Choisir Ensemble die mangelnde Preistransparenz im öffentlichen Ladenetz an. Je nach verwendeter App oder Ladekarte können die Preise für dieselbe Ladung um bis zu 500 % variieren.
Eine Studie, die vom 1. bis 21. April an 121 Ladepunkten und bei acht Mobilitätsanbietern durchgeführt wurde, zeigt deutliche Preisunterschiede. In Langres beispielsweise variierte der Preis an einer Ladestation an der N19 je nach gewählter Zahlungsmethode zwischen 0,30 € und 1,78 € pro kWh.
Ein schnell wachsendes Netzwerk, das aber immer noch als unzureichend gilt.
Der Verband kritisiert zudem die häufig fehlende Preisauszeichnung, die fehlende Möglichkeit zur direkten Zahlung per Bankkarte und die unvollständige Liste der verfügbaren Ladestationen. Laut Verband können Verbraucher dadurch ihre Rechnung nicht vorhersehen und die Angebote nicht einfach vergleichen.
„Que Choisir Ensemble“ hebt auch die Schwierigkeiten hervor, die im Mehrfamilienhausbau auftreten. Fast die Hälfte der Franzosen lebt in Wohnungen, aber nur 6 % der Gebäude mit Parkplätzen sind derzeit mit Ladestationen ausgestattet.
Trotz dieser Kritikpunkte schreitet der Ausbau des französischen Ladenetzes weiterhin rasant voran. Bis Ende 2025 wird Frankreich über fast 2,9 Millionen Ladepunkte verfügen, davon rund 185.500 öffentlich zugängliche. Laut dem Verband ist das Ziel von 400.000 öffentlichen Ladepunkten bis 2030 bei der derzeitigen Ausbaugeschwindigkeit weiterhin erreichbar.
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