Abitur: Der Minister hält die Prüfungen mitten am Nachmittag für ungeeignet.
Abitur: Der Minister hält die Prüfungen mitten am Nachmittag für ungeeignet.

Angesichts der zunehmenden Hitzewellen zum Ende des Schuljahres will der Minister für Nationale Bildung die Organisation der Prüfungen überprüfen. Édouard Geffray erklärte am Sonntag im Radiosender France Inter, es sei nicht mehr angemessen, Prüfungen während der heißesten Stunden des Tages abzuhalten, da die Temperaturen bereits im Juni regelmäßig außergewöhnliche Werte erreichten.

Der Minister kündigte an, künftig Prüfungen vorrangig vormittags abhalten zu wollen. Seinen Angaben zufolge seien die Bedingungen zwischen Morgengrauen und Mittag in der Regel erträglicher, insbesondere wenn die Räume vor Ankunft der Prüflinge gelüftet worden seien. Dieser Vorschlag kommt vor dem Hintergrund, dass die schriftlichen Abiturprüfungen in den kommenden Tagen unter besonders schwierigen Wetterbedingungen beginnen.

Das Schulsystem sieht sich mit den Auswirkungen der globalen Erwärmung konfrontiert

Frankreich bereitet sich auf eine weitere Hitzewelle vor, die über eine Woche andauern könnte. Meteorologen sagen Temperaturen deutlich über dem jahreszeitlichen Durchschnitt voraus, mit Höchstwerten von über 40 Grad Celsius in einigen Regionen und fast 39 Grad Celsius im Großraum Paris. Sollte diese Prognose eintreten, könnten spezielle Wetterwarnungen herausgegeben werden.

Édouard Geffray plädiert jedoch nicht für eine Verlegung der Prüfungen in einen anderen Jahreszeitraum. Die Herausforderung besteht vielmehr darin, deren Durchführung an die neuen klimatischen Gegebenheiten anzupassen. Diese Entwicklung ist Teil einer umfassenderen Debatte über die Anpassung von Schulen an Hitzewellen, die aufgrund des Klimawandels häufiger und früher auftreten.

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