Ab September 2026 erhalten die 4.545 Schülerinnen und Schüler der 21 öffentlichen Grundschulen in Béziers zwei kostenlose weiße Poloshirts und zwei dunkelblaue Sweatshirts mit dem Stadtwappen. Nach einem Probebetrieb an vier Schulen seit 2024 hat Robert Ménard beschlossen, die Schuluniformregelung auf alle städtischen Grundschulen auszuweiten.
Die Maßnahme bleibt freiwillig und wird Familien auf Anfrage angeboten. Berichten zufolge haben bereits über 70 % von ihnen die Schulsachen für ihre Kinder reserviert. Für den Bürgermeister von Béziers besteht das Ziel insbesondere darin, „den Einfluss von Modetrends zu reduzieren“, das Zugehörigkeitsgefühl zu stärken und die Schule zu einem Ort zu machen, der stärker auf „Wissen und Lernen“ ausgerichtet ist.
Eine Maßnahme, die 90.900 Euro kostet
Das Programm verursacht Kosten in Höhe von 90.900 € für die Stadt. Die Schuluniform wurde im Vergleich zum ersten Testlauf, der auch Hosen, Shorts, Röcke und Blazer umfasste, vereinfacht. Dieses Mal erhält jeder teilnehmende Schüler zwei Poloshirts und zwei Sweatshirts, die von einem Unternehmen aus der Tarnregion hergestellt werden.
Die Gewerkschaft FSU-SNUipp 34 kritisierte die Maßnahme als „kostspielig“ und „veraltet“ und hob stattdessen andere Schwierigkeiten an den Schulen der Stadt hervor. Dieser Widerstand steht im deutlichen Gegensatz zur positiven Resonanz vieler Familien: Über 70 % von ihnen haben das Schulmaterialpaket bereits angefordert. Robert Ménard verteidigt die Maßnahme seinerseits als konkret und nicht übermäßig restriktiv, da sie freiwillig bleibe und darauf abziele, sichtbare Unterschiede zwischen den Schülern zu verringern, ihr Zugehörigkeitsgefühl zu stärken und einen gemeinsamen Rahmen in der Schule wiederherzustellen.
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