MONDE Kriege und Konflikte

Selenskyj bestreitet jegliche ukrainische Beteiligung an der Sabotage von Nord Stream.

Selenskyj bestreitet jegliche ukrainische Beteiligung an der Sabotage von Nord Stream.
Selenskyj bestreitet jegliche ukrainische Beteiligung an der Sabotage von Nord Stream.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bekräftigte am Sonntag, dass Kiew nicht für die Explosionen verantwortlich sei, die im September 2022 die Nord-Stream-Gaspipelines zerstörten, während deutsche Behörden kürzlich den ukrainischen Staat dafür verantwortlich machten.

„Die Ukraine hat sich nie offiziell an irgendeiner Operation im Zusammenhang mit der Sabotage von Nord Stream beteiligt“, sagte Selenskyj am Sonntag gegenüber Reportern auf die Frage nach den laufenden Ermittlungen. Er fügte hinzu, Deutschland sei sich „vollkommen bewusst, dass die Ukraine weder für die Ausführung noch für die Planung dieser Operation verantwortlich war“.

Diese Aussagen erfolgen inmitten zunehmender Spannungen zwischen Kiew und Berlin. Deutsche Behörden hatten im vergangenen Monat erklärt, der Anschlag sei vom ukrainischen Staat angeordnet worden. Ein zweiter ukrainischer Staatsbürger wurde diese Woche im Zusammenhang mit den Explosionen festgenommen.

Anfang 2026 hatten deutsche Ermittler bereits einen ersten Verdächtigen festgenommen, einen Ukrainer namens Serhii K. Laut Staatsanwaltschaft handelten er und sechs Komplizen „auf Befehl der ukrainischen Staatsbehörden“ mit dem Ziel, „die Gaspipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 zu zerstören“, um die russischen Gaslieferungen dauerhaft zu unterbrechen und Moskau die zur Finanzierung seines Krieges notwendigen Einnahmen zu entziehen.

Selenskyj gab an, dass die Ukraine bei den Ermittlungen mit den deutschen Behörden kooperiere. Er betonte die diplomatische Bedeutung des Falls: „Es ist für uns sehr wichtig, unsere Partnerschaft und das Vertrauen der europäischen Länder, die die Ukraine seit Beginn dieses Krieges unterstützen, nicht zu verlieren.“

Die Gaspipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 durchquerten die Ostsee, um russisches Gas nach Deutschland und in andere europäische Länder zu transportieren. Die zweite Pipeline wurde nie in Betrieb genommen. Im September 2022 wurden beide Pipelines durch Unterwasserexplosionen sabotiert. Bislang hat sich keine Gruppe zu dem Anschlag bekannt.

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