Donald Trump bestätigte am Dienstagabend , dass er Anfang Juli bei seiner Rückkehr aus der Türkei heimlich das Flugzeug gewechselt hatte. Aufgrund einer möglichen Bedrohung für seinen Flug war ein besonders ungewöhnlicher Sicherheitseinsatz um den US-Präsidenten organisiert worden. Der US-Präsident beteuerte, er habe lediglich Anweisungen des Secret Service und des US-Militärs befolgt. „Ich folge den Empfehlungen des Secret Service und des Militärs“, erklärte er auf Nachfrage zu diesem Vorfall, der mehrere Wochen lang weitgehend geheim geblieben war.
Ein unter strengster Geheimhaltung arrangierter Flugzeugwechsel
Die Operation fand am 8. Juli im Anschluss an den NATO-Gipfel in Ankara, Türkei, statt. Donald Trump war mit der kürzlich in die US-Präsidentenflotte aufgenommenen Boeing 747-8 dorthin gereist – einem von Katar gespendeten und anschließend umfassend modernisierten Flugzeug. Für den Rückflug änderten sich die Pläne jedoch kurzfristig. Donald Trump verließ die Türkei schließlich nicht mit dieser Maschine. Sein Sicherheitsteam veranlasste seinen Transfer in ein anderes Präsidentenflugzeug. Wie seither bekannt wurde, befürchteten die US-Behörden, dass das ursprünglich für den Transport des Präsidenten vorgesehene Flugzeug Ziel eines Angriffs sein könnte. Insbesondere wurde die Möglichkeit einer Bedrohung durch den Iran erwähnt.
Air Force One als Lockvogel eingesetzt
Die Operation ging weit über einen einfachen Flugzeugwechsel hinaus. Die Boeing, mit der Donald Trump reisen sollte, setzte ihren Flug fort, während der Präsident die Türkei heimlich an Bord eines anderen Flugzeugs verließ.
Das System war so konzipiert, dass es deutlich schwieriger wurde, das Flugzeug zu identifizieren, das tatsächlich den US-Präsidenten beförderte. Donald Trump bestätigte, dass das Flugzeug, mit dem er zunächst flog, als risikoreicher eingestuft wurde. „Man hielt das andere Flugzeug für risikoreicher “, erklärte er.
Ein äußerst diskreter Transfer auf dem Rollfeld
Es wurden außergewöhnliche Maßnahmen ergriffen, um die Bewegungen des Präsidenten zu verschleiern. Donald Trump wurde Berichten zufolge diskret auf das Rollfeld geleitet, um beim Umsteigen nicht beobachtet zu werden. Diese Maßnahme sollte es dem Präsidenten ermöglichen, in ein anderes Flugzeug einzusteigen, ohne sofort preiszugeben, welches ihn tatsächlich zurück in die Vereinigten Staaten bringen würde. Nach seinem Abflug aus der Türkei reiste Donald Trump zum britischen Stützpunkt Mildenhall, bevor er seine Reise in die USA fortsetzte.
Eine Bedrohung, die ernst genug ist, um das Präsidialprotokoll zu stören.
Donald Trump gab keine konkreten Details zur Art der Bedrohung oder den Geheimdienstinformationen preis, die die US-Behörden zur Änderung seiner Reiseroute veranlassten. Er bestätigte jedoch, dass die Entscheidung von seinem Sicherheitsteam getroffen worden war. „Ich tue, was man mir sagt“, fasste er zusammen und bezog sich dabei auf den Secret Service und das Militär. Dieser Vorfall verdeutlicht das Ausmaß der Sicherheitsvorkehrungen, die rund um die Auslandsreisen des US-Präsidenten getroffen werden. Ein heimlicher Wechsel des Präsidentenflugzeugs, begleitet von Maßnahmen zur Verschleierung des tatsächlichen Aufenthaltsortes des Präsidenten, stellt einen außergewöhnlichen Sicherheitseinsatz dar.
Es stellen sich Fragen hinsichtlich der Sicherheit des neuen Präsidentenflugzeugs.
Der Vorfall warf auch Fragen um die von Katar geschenkte Boeing 747-8 auf. Das Flugzeug, das erst wenige Tage zuvor als neues Präsidentenflugzeug vorgestellt worden war, verfügte Berichten zufolge nicht über die gesamte Sicherheitsausrüstung traditioneller amerikanischer Präsidentenmaschinen, darunter auch bestimmte Raketenabwehrsysteme. Wenige Tage nach diesem Vorfall räumte Donald Trump ein, dass das Flugzeug noch aufgerüstet werden müsse, um das gewünschte Sicherheitsniveau zu erreichen. Mehr als einen Monat nach dieser geheim durchgeführten Aktion gab der amerikanische Präsident selbst zu, dass der Flugzeugwechsel keine einfache logistische Anpassung gewesen sei: Sein Sicherheitsteam hatte eine Bedrohung identifiziert, die so schwerwiegend war, dass sie seine Rückreise grundlegend veränderte.