Mohammed bin Salman unterzeichnete am Montag im Élysée-Palast eine Absichtserklärung zum Bau von drei Themenparks in Cergy-Pontoise. Einer dieser Parks könnte dem Dragon-Ball-Universum gewidmet sein. Die saudische Investition im Wert von sechs Milliarden Euro soll 22.000 direkte Arbeitsplätze schaffen.
Der Besuch des saudischen Kronprinzen in Paris brachte eine bedeutende Ankündigung mit sich. Mohammed bin Salman wurde am Montag, dem 24. August, im Élysée-Palast von Emmanuel Macron empfangen und stellte offiziell ein Investitionsprojekt im Wert von sechs Milliarden Euro vor. Mit diesem Projekt sollen drei Vergnügungsparks in der Region Paris auf dem Gelände des ehemaligen Mirapolis-Parks in Val-d’Oise entstehen, der seit 35 Jahren geschlossen ist.
Der französische Präsident bezeichnete das Vorhaben als „beispiellos“ und verglich es mit der Eröffnung von Disneyland Paris. Die erwarteten 22.000 direkt zu schaffenden Arbeitsplätze sind das zentrale Argument des Élysée-Palastes zur Rechtfertigung dieser Partnerschaft mit Riad.
Einer der drei Parks wird der Welt des Manga und genauer gesagt Dragon Ball gewidmet sein. Diese Wahl ist nicht zufällig: Laut einem Berater des Präsidenten entstand das Projekt „aus einem Gespräch zwischen Emmanuel Macron und dem Kronprinzen im Dezember 2024“ in Riad, bei dem die beiden Staatsmänner ihre „gemeinsame Leidenschaft“ für Manga und insbesondere für Dragon Ball Z entdeckten. Die Themen der beiden anderen Parks stehen noch nicht fest. Der Bau wird sich über mehrere Jahre erstrecken, ein genauer Zeitplan existiert derzeit noch nicht.
Der Besuch von MBS führte auch zur Unterzeichnung mehrerer anderer Abkommen, insbesondere zur Stärkung der Verteidigungspartnerschaft zwischen den beiden Ländern, sowie zu Verträgen mit den französischen Konzernen CMA-CGM und Alstom.
Der Empfang des Kronprinzen stieß erwartungsgemäß auf Kritik. Mehrere französische Journalistenverbände verurteilten den Besuch als „Provokation“ und erinnerten daran, dass der US-Geheimdienst Mohammed bin Salman mit dem Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul im Jahr 2018 in Verbindung gebracht hatte. MBS hat die Anordnung des Mordes stets bestritten. Auf Nachfrage erklärte das französische Präsidialamt, Frankreich werde von dem Projekt profitieren, und fügte hinzu: „Wir wollen niemandem etwas vorschreiben, wenn wir ein Projekt an Land ziehen.“
Der Tag war auch geprägt vom ersten Treffen des französisch-saudischen Strategischen Partnerschaftsrats, der während Macrons Besuch in Riad Ende 2024 gegründet wurde. Die beiden Staatschefs besuchten am Sonntagabend gemeinsam das Finale der E-Sport-Weltmeisterschaft – die erste Austragung des Turniers außerhalb Saudi-Arabiens. Im Mittelpunkt der Gespräche standen regionale Themen wie Gaza, Libanon, Syrien und die Energiebilanz, da die Straße von Hormus weiterhin unter iranischer Kontrolle steht. Paris und Riad werden im Juli 2025 gemeinsam den Vorsitz einer internationalen Konferenz der Vereinten Nationen zur Zwei-Staaten-Lösung für Israel und Palästina übernehmen.
Gemeinschaft
Bemerkungen
Schreiben Sie eine Rezension
Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.