Eine Sexualwissenschaftlerin und ein ehemaliger Polizist stehen im Mittelpunkt des Falls verlassener Kinder in Portugal.
Eine Sexualwissenschaftlerin und ein ehemaliger Polizist stehen im Mittelpunkt des Falls verlassener Kinder in Portugal.

Zwei französische Staatsangehörige, Marine R. und ihr Partner Marc B., stehen im Verdacht, die beiden kleinen Kinder einer 40-jährigen Frau am Straßenrand nahe Setúbal ausgesetzt zu haben. Die vier und fünf Jahre alten Jungen wurden am Dienstag weinend und allein gefunden und anschließend den portugiesischen Behörden übergeben.

Die 41-jährige Mutter präsentiert sich in den sozialen Medien als Sexualtherapeutin mit Spezialisierung auf Traumatherapie und körperorientierte Verfahren. Die ehemalige Psychomotoriktherapeutin praktizierte mehrere Jahre in der Aube-Region, bevor sie kürzlich mit ihren Kindern nach Colmar zog. Laut Staatsanwaltschaft wurde sie am 11. Mai von ihrer Familie als vermisst gemeldet, nachdem sie ohne Angabe von Gründen mit dem Auto in Richtung Südeuropa aufgebrochen war.

Ein ehemaliger Polizist, bekannt für seine Veröffentlichungen zu Verschwörungstheorien.

Ihr Partner, der 55-jährige Marc B., ist ein ehemaliger Gendarmerie-Unteroffizier, der den Dienst 2010 quittierte. Laut mehreren Erkenntnissen der Ermittlungen ist er der Polizei wegen verschiedener Gewalttaten, Bedrohungen und Belästigungen bekannt. In sozialen Medien verbreitete er regelmäßig Verschwörungstheorien und antisemitische Inhalte.

Der Vater der Kinder, der nach portugiesischem Recht ein beaufsichtigtes Besuchsrecht hat, erstattete Anzeige wegen Kindesentführung. Die beiden Verdächtigen erschienen am Freitag nach ihrer Festnahme in der Region Setúbal vor einem portugiesischen Gericht.

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