Nach der Zerschlagung eines Netzwerks, das sich auf den Import und Weiterverkauf gefälschter Zigaretten im Großraum Lille spezialisiert hatte, wurden drei Personen angeklagt. Der Gesamtschaden wird auf 12 Millionen Euro geschätzt.
Seit Dezember 2025 wurden in rund 120 Konvois Zigaretten aus Belgien transportiert, im Durchschnitt 7.500 Packungen pro Fahrt. Die Produkte, die auffälligerweise Marlboro-Packungen nachempfunden waren, wurden anschließend über soziale Medien, vorwiegend Snapchat, angeboten.
Mehr als 220.000 Euro Bargeld beschlagnahmt
Die Ermittler nahmen den mutmaßlichen Anführer und zwei Dealer fest. Bei den Durchsuchungen wurden 600 Stangen gefälschter Zigaretten, 223.500 Euro Bargeld, ein Kilogramm Cannabis und etwa 400 Gramm Kokain sichergestellt.
Die im April nach einem Hinweis an die Polizei eingeleiteten Ermittlungen wegen schwerer Geldwäsche und Schwarzarbeit dauern an. Belgien gilt als wichtiger Produktionsstandort für gefälschte Zigaretten: Berichten zufolge wurden dort seit Jahresbeginn elf illegale Fabriken ausgehoben.
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