Die christliche Hilfsorganisation Samaritan's Purse plant, in den kommenden Tagen im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo, dem Epizentrum der aktuellen Epidemie, eine Ebola-Behandlungseinheit mit 50 Betten zu eröffnen.
Der Präsident des Zentrums, Franklin Graham, sagte gegenüber Reuters, dass das Zentrum innerhalb einer Woche in der Provinz Ituri betriebsbereit sein sollte, wo die Gesundheitsbehörden versuchen, einen Ausbruch des seltenen Bundibugyo-Stammes des Ebola-Virus einzudämmen.
Die Weltgesundheitsorganisation hat diesen Ausbruch zu einer gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite erklärt. Derzeit gibt es weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine zugelassene Behandlungsmethode für diesen spezifischen Virusstamm.
Die medizinischen Teams sind mit besonders schwierigen Bedingungen konfrontiert, darunter Ausrüstungsmangel und Angriffe auf die Gesundheitsinfrastruktur. Letzte Woche setzten Demonstranten Zelte in Brand, in denen Patienten in der Region Rwamparaek untergebracht waren.
Laut Franklin Graham wird das neue Zentrum in Bunia, der Hauptstadt von Ituri, angesiedelt sein, wo die Sicherheitsbedingungen als besser gelten. Die NGO plant außerdem, mit lokalen Kirchen zusammenzuarbeiten, um das Bewusstsein für die medizinische Versorgung zu schärfen und das Vertrauen der Bevölkerung in die Teams zu stärken.
Die für den Standort bestimmte Ausrüstung – Generatoren, Klimaanlagen und medizinische Hilfsgüter – sollte am Mittwoch in der Region eintreffen. Graham verglich die Operation mit dem „Bau einer kleinen Stadt“, angesichts des logistischen Aufwands, der für den Betrieb eines Ebola-Zentrums erforderlich ist.
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