Ein Journalist von Al Arabiya wurde bei einem Autobombenanschlag im Jemen getötet.
Ein Journalist von Al Arabiya wurde bei einem Autobombenanschlag im Jemen getötet.

Ein jemenitischer Journalist des saudischen Fernsehsenders Al Arabiya kam ums Leben, als in seinem Fahrzeug im Osten Jemens ein Sprengsatz detonierte. Bislang hat sich keine Gruppe zu dem Anschlag bekannt. Er ereignete sich inmitten verschärfter politischer und sicherheitspolitischer Spannungen im Land.

Laut Al Arabiya wurde Mohammed Aydah, Korrespondent des Senders und seines Schwestersenders Al Hadath, am Mittwochabend in der Stadt Mukalla im Gouvernement Hadramaut getötet. Die Explosion ereignete sich, als ein Sprengsatz in seinem Auto versteckt war.

Der Fernsehsender berichtete, Mukallas Sicherheitsdienste hätten den Journalisten etwa einen Monat zuvor vor Drohungen gewarnt, nannte aber keine weiteren Details. Bislang hat sich keine Gruppe zu dem Anschlag bekannt.

Dieses Attentat ereignet sich zu einem Zeitpunkt, an dem der Jemen in eine neue Phase der Instabilität eintritt. Zwischen November und Januar kam es zu Kämpfen zwischen von Saudi-Arabien unterstützten Kräften, die im Auftrag der international anerkannten jemenitischen Regierung agierten, und Separatisten des Südlichen Übergangsrats, die von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt wurden. Im Verlauf dieser Kämpfe wechselte die Kontrolle über Mukalla mehrmals, bevor sie wieder an die von Riad unterstützten Kräfte zurückfiel.

Der Südliche Übergangsrat verurteilte die Tötung von Mohammed Aydah und erklärte, dies verdeutliche die anhaltenden Sicherheitsprobleme im Gouvernement Hadramaut. Die Bewegung führte diese Situation auf die Auflösung der ihr unterstellten Einheiten zurück, die 2016 maßgeblich zur Vertreibung von Al-Qaida aus der Region beigetragen hatten.

Der Vorsitzende des jemenitischen Präsidialrats, Rashad al-Alimi, ordnete die Einsetzung einer hochrangigen gemeinsamen Untersuchungskommission zur Aufklärung des Attentats an. Er versicherte, die Behörden würden alles in ihrer Macht Stehende tun, um die Verantwortlichen zu ermitteln und vor Gericht zu bringen.

Jemen zählt weiterhin zu den gefährlichsten Ländern der Welt für Journalisten. Medienschaffende sind dort regelmäßig Gewalt, Einschüchterungen und Risiken im Zusammenhang mit dem Konflikt ausgesetzt, der das Land seit über einem Jahrzehnt zerreißt.

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