Ein deutscher Staatsbürger, der vor etwa zwei Wochen in Niger von einer bewaffneten Gruppe entführt worden war, ist freigelassen und in die Obhut der algerischen Sicherheitsdienste übergeben worden, wie Algier am Samstag mitteilte.
Die Bekanntgabe erfolgte durch das algerische Verteidigungsministerium über eine Mitteilung der offiziellen Nachrichtenagentur. Die Geisel wurde am Freitag von algerischen Streitkräften befreit und anschließend mit einem Sonderflug von Guezzam, einer Stadt im Süden Algeriens, zum Militärstützpunkt Boufarik nahe Algier gebracht.
Laut derselben Erklärung befindet sich der Mann in „guter Verfassung“ und wird „zu einem späteren Zeitpunkt“ den deutschen Behörden übergeben. Es wurden keine Angaben zu den genauen Umständen seiner Freilassung oder zur Identität der für die Entführung verantwortlichen bewaffneten Gruppe gemacht.
Auf deutscher Seite bestätigte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes, dass man von dem Fall Kenntnis habe, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass die Regierung „Fälle der Entführung deutscher Staatsangehöriger im Ausland nicht kommentiert“.
Niger, das seit dem Putsch im Juli 2023 von einer Militärjunta regiert wird, ist seit mehreren Jahren mit anhaltender Gewalt konfrontiert, die von dschihadistischen Gruppen angeheizt wird, die mit Al-Qaida oder der Organisation „Islamischer Staat“ verbunden sind.
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