Rukhsar Ahmed, ein ehemaliger pakistanischer Staatsminister, der im Juli 2024 in Manchester wegen Vergewaltigung und Menschenhandel mit Minderjährigen in den 1990er Jahren verhaftet wurde, wurde während seiner Freilassung gegen Kaution erneut ins pakistanische Parlament gewählt. Er weigert sich nun, einen Termin für seine Rückkehr nach Großbritannien anzugeben, um sich den Anklagen zu stellen.
Rukhsar Ahmed wurde im Juli 2024 am Flughafen Manchester festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, in den 1990er Jahren mindestens zwei Mädchen, die in der Gegend von Rusholme in Obhut genommen worden waren, vergewaltigt und mit ihnen gehandelt zu haben. Nach seiner Freilassung gegen Kaution wurde er erneut zum Abgeordneten des pakistanischen Parlaments gewählt, wo er zuvor bereits als Staatsminister tätig war.
Laut Informationen des Guardian weigert sich der Politiker nun, ein Datum für seine Rückkehr nach Großbritannien preiszugeben, wo ihm Vergewaltigung vorgeworfen wird. Diese Haltung bringt die britischen Behörden in eine schwierige Lage, da es keinen unmittelbar anwendbaren, verbindlichen Auslieferungsmechanismus gibt.
Der Fall ist Teil eines umfassenderen Kontextes von Ermittlungen gegen kollektive Zuhälternetzwerke, sogenannte „Grooming-Gangs“, die in den 1990er und 2000er Jahren in mehreren britischen Städten aktiv waren. Die mutmaßlichen Opfer waren schutzbedürftige Teenager-Mädchen, oft aus Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.
Ahmeds Wiederwahl ins pakistanische Parlament, die erfolgte, während er sich auf vorläufiger Haftentlassung befand, die ihm vom britischen Justizsystem gewährt worden war, hat Reaktionen im Vereinigten Königreich ausgelöst, wo gewählte Amtsträger und Opfervereinigungen Garantien für die Fortsetzung des Gerichtsverfahrens fordern.
Gemeinschaft
Bemerkungen
Schreiben Sie eine Rezension
Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.