Die italienischen Behörden haben die Festnahme von sieben Personen bekannt gegeben, die im Verdacht stehen, einem anarchistischen militanten Netzwerk anzugehören, das im vergangenen Februar während der Olympischen Winterspiele Mailand-Cortina Sabotageakte gegen das Hochgeschwindigkeitsbahnnetz verübt hat.
In einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung teilte die italienische Polizei mit, dass ein Richter die Untersuchungshaft für fünf Verdächtige angeordnet habe, während zwei weitere unter Hausarrest gestellt wurden. Ihnen werden besonders schwere Straftaten vorgeworfen, darunter die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und die Gefährdung der demokratischen Ordnung.
Laut Ermittlern sollen zwei der Festgenommenen direkt an einem Anschlag am 14. Februar auf die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Rom und Florenz beteiligt gewesen sein. Diese Strecke zählt zu den meistbefahrenen des Landes.
Die Polizei geht davon aus, dass die Sabotage mit improvisierten Sprengsätzen verübt wurde. Der Schaden an der Bahninfrastruktur wird von den Behörden auf rund 455.000 Euro bzw. fast 528.000 US-Dollar geschätzt.
Der Anschlag ereignete sich, während Italien die Olympischen Winterspiele in Mailand-Cortina vom 6. bis 22. Februar ausrichtete. Die durch die Sabotage verursachten Störungen führten zu Verspätungen von mehr als einer Stunde auf mehreren Zugstrecken und beeinträchtigten viele Reisende während der Olympischen Spiele.
Die Festnahmen markieren einen neuen Abschnitt in den Ermittlungen der italienischen Sicherheitsbehörden zur Identifizierung der Verantwortlichen für diese Operation. Die Behörden versuchen nun, das Ausmaß des mutmaßlichen Netzwerks und mögliche Verbindungen zwischen den Verdächtigen und anderen Aktionen anarchistischer Gruppen im Land zu ermitteln.
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