Der Hauptanführer der griechischen bewaffneten Gruppe 17. November, die als die tödlichste Stadtguerillaorganisation in der modernen Geschichte des Landes gilt, wird nach der Aufhebung seiner kürzlichen Freilassung durch das höchste Gericht Griechenlands wieder ins Gefängnis zurückkehren.
Der 82-jährige Alexandros Giotopoulos wurde 2002 verhaftet, als die Strafverfolgungsbehörden die marxistische Gruppe „17. November“ zerschlugen. Diese Untergrundorganisation hatte 27 Jahre lang eine Kampagne von Attentaten und Angriffen durchgeführt, die das griechische politische Leben nachhaltig prägte.
Giotopoulos und mehrere andere Mitglieder der Gruppe wurden 2003 von einem griechischen Gericht für schuldig befunden. Obwohl er die gegen ihn erhobenen Vorwürfe stets bestritt, verurteilte ihn ein Berufungsgericht 2007 zu 17 lebenslangen Freiheitsstrafen plus zusätzlichen 25 Jahren Gefängnis.
Am 21. Mai verließ er das Hochsicherheitsgefängnis Korydallos bei Athen, nachdem ein Richtergremium einem 2025 gestellten Antrag stattgegeben hatte. Griechischen Medienberichten zufolge basierte dieser Antrag auf Gründen, die mit seinem Gesundheitszustand zusammenhingen.
Diese Entscheidung erwies sich jedoch als kurzlebig. Wie die Athener Nachrichtenagentur berichtete, gab der griechische Oberste Gerichtshof diese Woche der Berufung eines Staatsanwalts statt, der die Freilassungsanordnung aufheben wollte.
Am Dienstag wurde Alexandros Giotopoulos einem Staatsanwalt vorgeführt und sollte noch am selben Tag ins Gefängnis von Korydallos zurückgebracht werden. Diese Rückführung in Haft markiert eine neue Wendung in einem der symbolträchtigsten Fälle im Kampf gegen den Terrorismus in Griechenland.
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