Präsidentschaftswahl in Peru: Keiko Fujimori behält vor der Stichwahl einen knappen Vorsprung.
Präsidentschaftswahl in Peru: Keiko Fujimori behält vor der Stichwahl einen knappen Vorsprung.

Laut zwei am Sonntag veröffentlichten Umfragen hat die rechtsgerichtete Kandidatin Keiko Fujimori eine Woche vor der zweiten Runde der peruanischen Präsidentschaftswahlen einen leichten Vorsprung vor ihrem linksgerichteten Rivalen Roberto Sanchez.

Laut einer Umfrage des Ipsos-Instituts vom 29. und 30. Mai würde Fujimori 38 % der Stimmen erhalten, Sánchez hingegen 35 %. Eine weitere Umfrage von Datum Internacional sieht ihn bei 39,8 % und seinen Gegner bei 35,9 %.

Diese Ergebnisse bestätigen die extreme Unsicherheit im Vorfeld der für den 7. Juni angesetzten Wahl. Die beiden Kandidaten trennen weiterhin nur wenige Punkte, während ein erheblicher Teil der Wählerschaft noch unentschlossen ist. Laut Ipsos geben 27 % der Wähler an, einen leeren Stimmzettel abgeben, ihren Stimmzettel für ungültig erklären lassen oder sich noch nicht entschieden zu haben.

Für Alfredo Torres, CEO von Ipsos, wird das Verhalten dieser Wähler für den Ausgang der Wahl entscheidend sein.

„Die große Frage der letzten Woche ist, was unentschlossene Wähler oder diejenigen tun werden, die angeben, einen leeren oder ungültigen Stimmzettel abgeben zu wollen“, sagte er. Seiner Ansicht nach könnte die Wahl des „kleineren Übels“ letztendlich darüber entscheiden, wer Perus nächster Präsident für die Amtszeit 2026–2031 sein wird.

Keiko Fujimori, Tochter des ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori, kandidiert zum vierten Mal für das Präsidentenamt. Sie ging im ersten Wahlgang am 12. April mit rund 17 % der Stimmen als Siegerin hervor.

Sein Gegner, Roberto Sanchez, ein Verbündeter des ehemaligen linken Präsidenten Pedro Castillo, hatte sich mit knapp 12 % der Stimmen nur knapp für die Stichwahl qualifiziert.

Die beiden Kandidaten müssen sich noch in einer Fernsehdebatte gegenüberstehen, die als entscheidend für die Überzeugung der vielen unentschlossenen Wähler gilt.

Mit Fehlermargen von 2,8 Prozentpunkten bei Ipsos und 2,5 Prozentpunkten bei Datum Internacional zeigen die Umfragen, dass kein Kandidat einen entscheidenden Vorsprung hat. Der Wahlkampf geht daher in einem Klima starker politischer Polarisierung in die entscheidende Phase, in der jede Stimme das Endergebnis maßgeblich beeinflussen kann.

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