Großbritannien hat zwei linksorientierten amerikanischen Kommentatoren die Einreise verweigert, eine Entscheidung, die die Debatte über die Meinungsfreiheit neu entfacht hat.
Großbritannien hat zwei linksorientierten amerikanischen Kommentatoren die Einreise verweigert, eine Entscheidung, die die Debatte über die Meinungsfreiheit neu entfacht hat.

Großbritannien hat dem linksgerichteten türkisch-amerikanischen Medienstar Cenk Uygur und seinem Neffen Hasan Piker, einem amerikanischen Kommentator und Influencer, die Einreise verweigert. Beide sollten auf mehreren Veranstaltungen in London und Oxford sprechen. Die Nachricht wurde am Montag von den beiden Männern und den britischen Behörden bestätigt.

Die beiden Männer behaupten, diese Entscheidung stehe im Zusammenhang mit ihrer kritischen Haltung gegenüber Israel. Cenk Uygur, Co-Moderator des YouTube-Kanals „The Young Turks“, gab an, ihm sei die Einreise nach Großbritannien verweigert worden, da er glaube, für seine politischen Ansichten bestraft zu werden.

Hasan Piker seinerseits behauptete, sein Visum sei widerrufen worden, und verurteilte eine Entscheidung, die seiner Aussage nach „auf Ersuchen Israels“ getroffen worden sei. Er sollte auf dem SXSW-Festival in London im Rahmen einer Veranstaltung darüber sprechen, wie sich die amerikanische Linke online ausdrückt.

Das britische Innenministerium begründete diese Maßnahme damit, dass die Reisegenehmigungen dieser Personen widerrufen worden seien, da ihre Anwesenheit im Vereinigten Königreich „dem Gemeinwohl nicht förderlich“ sein könnte. Die offizielle Erklärung erwähnt jedoch weder Israel noch die politischen Ansichten der Betroffenen.

Die geplanten Auftritte der beiden Kommentatoren sollten auch an der Universität Oxford und im Rahmen des SXSW London Festivals stattfinden, einer Veranstaltung, die sich der Technologie-, Wirtschafts- und Kreativbranche widmet.

Diese Entscheidung fällt inmitten anhaltender Debatten über die Meinungsfreiheit in Großbritannien, insbesondere in den Vereinigten Staaten. Der Präsident Donald Trump Vizepräsident JD Vance und andere haben in letzter Zeit ihre Besorgnis über die ihrer Ansicht nach zunehmenden Einschränkungen der Meinungsfreiheit im Land zum Ausdruck gebracht.

Im Mai hatte die britische Regierung bereits elf ausländischen Rechtsextremisten die Einreise verweigert, die zu einer von Tommy Robinson organisierten Veranstaltung eingeladen waren. Die Behörden führen regelmäßig Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Ordnung an, um solche Einwanderungsentscheidungen zu rechtfertigen.

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