Portugal mobilisiert seine Armee und Forstbeamte, um die Anfang 2026 durch Stürme verwüsteten Wälder aufzuräumen, während sich das Land auf eine weitere risikoreiche Waldbrandsaison im Sommer vorbereitet.
In der zentralen Serta-Region, die besonders stark betroffen ist, räumen Militärbulldozer und Soldaten tonnenweise umgestürzte Bäume, Äste und Rinde weg, die sich nach den Stürmen angesammelt haben, um die Gefahr der Ausbreitung von Waldbränden zu begrenzen.
Der Feuerexperte José Miguel Pereira erklärte, dass die starken Winde eine „völlig ungewöhnliche Menge an Brennmaterial am Boden“ hinterlassen hätten, wodurch die Gefahr intensiverer und schwerer zu kontrollierender Brände gestiegen sei.
Portugal zählt regelmäßig zu den Ländern mit den meisten Waldbränden im Verhältnis zu seiner Größe in der Europäischen Union. Im vergangenen Sommer erlebten Portugal und Spanien eine 16-tägige Hitzewelle – die intensivste, die jemals in der Region gemessen wurde –, die massive Waldbrände auslöste.
Wissenschaftler führen den Anstieg dieser extremen Wetterereignisse auf den Klimawandel zurück, der durch menschliche Aktivitäten verursacht wird.
Zur Stärkung ihrer Einsatzbereitschaft hat die portugiesische Regierung in diesem Jahr das Personal ihrer speziellen ländlichen Feuerwehreinheit auf 15.149 Personen aufgestockt, die von 3.463 Fahrzeugen und 81 Flugzeugen unterstützt werden.
Landwirtschaftsminister José Manuel Fernandes gab bekannt, dass bereits 17.000 Kilometer Waldwege geräumt wurden. Die Behörden fordern private Landbesitzer dringend auf, ihre Grundstücke bis Ende Juni zu räumen, andernfalls drohen hohe Geldstrafen.
Die Behörden befürchten, dass im Falle eines besonders heißen und trockenen Sommers die vom Sturm Kristin hinterlassenen Trümmer einige Waldgebiete in regelrechte Zunderbüchsen verwandeln könnten.
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