US-Verteidigungsminister Pete Hegseth forderte am Samstag die US-Verbündeten in Asien auf, ihre Militärausgaben deutlich zu erhöhen, um dem Aufstieg Chinas entgegenzuwirken und das strategische Gleichgewicht in der Region zu wahren.
In seiner Rede beim Shangri-La-Dialog, dem wichtigsten Forum Asiens für Verteidigungs- und Sicherheitsfragen, sagte Hegseth, dass Chinas militärische Entwicklung für die Länder der Region Anlass zu „berechtigter Besorgnis“ gebe.
Seiner Ansicht nach ist ein stärkeres und autonomeres Netzwerk von Bündnissen unerlässlich, um potenzielle Aggressionen abzuschrecken und zu verhindern, dass eine einzelne Macht den Indopazifik dominiert.
„Ein von einer Hegemonialmacht dominierter Pazifik würde das Machtgleichgewicht in der Region stören“, sagte der US-Beamte und fügte hinzu, dass kein Staat in der Lage sein sollte, die Sicherheit oder den Wohlstand seiner Nachbarn zu bedrohen.
Hegseth erklärte, Washington wolle, dass seine asiatischen Partner ihre Verteidigungsausgaben auf etwa 3,5 % ihres Bruttoinlandsprodukts erhöhen. Er betonte, die Vereinigten Staaten selbst planten, fast 1,5 Billionen Dollar in ihre Streitkräfte zu investieren.
Mit einer bemerkenswerten Formulierung stellte er klar, dass die Region „weniger Shangri-La und mehr Schiffe und U-Boote“ brauche, und betonte damit die Wichtigkeit konkreter militärischer Fähigkeiten gegenüber bloßen diplomatischen Gesprächen.
Der Pentagon-Chef ging auch auf die Taiwan-Frage ein und erklärte, dass die US-Politik in Bezug auf Waffenverkäufe an die Insel unverändert bleibe, während er gleichzeitig bekräftigte, dass die endgültigen Entscheidungen beim Präsidenten lägen. Donald Trump.
Bezüglich des Irans erklärte Hegseth, die Vereinigten Staaten seien weiterhin bereit, Militärschläge wieder aufzunehmen, falls keine Einigung über die strittigen Punkte erzielt werde.
Trotz seiner harten Haltung gegenüber China schlug er in Bezug auf die Beziehungen zwischen Washington und Peking einen versöhnlicheren Ton an und erklärte, diese seien derzeit „besser als seit vielen Jahren“ und regelmäßigere militärische Austausche trügen dazu bei, das Eskalationsrisiko zu begrenzen.
Diese Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund einer wachsenden strategischen Rivalität zwischen den Vereinigten Staaten und China, insbesondere in Bezug auf Taiwan, das Südchinesische Meer und den regionalen Einfluss im Indopazifik.
Gemeinschaft
Bemerkungen
Die Kommentarfunktion ist geöffnet, aber vor Spam geschützt. Beiträge und Kommentare mit Links werden manuell geprüft.
Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.