In Malta öffneten am Samstag die Wahllokale für vorgezogene Parlamentswahlen, die der Labour-Partei von Premierminister Robert Abela laut den neuesten Meinungsumfragen eine vierte Amtszeit in Folge bescheren könnten.
Robert Abela rief diese Neuwahlen vor dem regulären Ende der Legislaturperiode aus, nur vier Jahre nach Beginn der laufenden fünfjährigen Amtszeit. Der Regierungschef begründete diese Entscheidung mit den Herausforderungen, denen sich der Mittelmeerarchipel in einem von wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheit geprägten internationalen Kontext gegenübersehen könnte.
Im Wahlkampf traten die Labour Party und die von Alex Borg geführte Nationalist Party gegeneinander an. Meinungsumfragen, die vor der Wahl veröffentlicht wurden, ergaben einen deutlichen Vorsprung für die Regierungspartei, die die maltesische Politik seit über einem Jahrzehnt dominiert.
Die Regierung hebt das Wirtschaftswachstum des Landes, die niedrige Arbeitslosigkeit und die in den letzten Jahren getätigten Investitionen hervor. Die Opposition hingegen konzentriert ihre Kritik auf Fragen der Regierungsführung, der Transparenz und der Lebenshaltungskosten.
Die Wähler sind aufgerufen, in einer mit Spannung erwarteten Wahl in der gesamten Europäischen Union neue Abgeordnete zu wählen. Ein Sieg der Labour-Partei würde Robert Abelas dominante Stellung in der maltesischen Politik bestätigen und ihm ein neues Mandat zur Umsetzung der von seiner Regierung angekündigten Reformen geben.
Das Endergebnis wird nach Schließung der Wahllokale und Auszählung der Stimmen erwartet.
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