Das ghanaische Parlament verabschiedet ein Gesetz zur Verschärfung der Repression gegen LGBTQ-Personen
Das ghanaische Parlament verabschiedet ein Gesetz zur Verschärfung der Repression gegen LGBTQ-Personen

Das ghanaische Parlament hat am Freitag ein Gesetz verabschiedet, das die „Förderung“ von LGBTQ-Aktivitäten unter Strafe stellt, wie ein Parlamentsbeamter mitteilte. Dies geschieht inmitten einer Verschärfung der Maßnahmen gegen sexuelle Minderheiten in Westafrika.

Der Text mit dem Titel „Gesetz über sexuelle Rechte und Familienwerte“ muss noch von Präsident John Dramani Mahama unterzeichnet werden, um in Kraft zu treten.

Gemäß den Bestimmungen des Gesetzentwurfs würden die „Finanzierung, Förderung oder Unterstützung“ von LGBTQ-Aktivitäten zu Straftaten. Der Text sieht außerdem vor, dass ghanaische Staatsbürger verpflichtet wären, homosexuelle Handlungen den Behörden zu melden.

Menschenrechtsaktivisten und internationale Organisationen haben den Gesetzentwurf scharf kritisiert und argumentiert, dass er die Diskriminierung und Gewalt gegen LGBTQ-Menschen im Land verschärfen könnte.

Homosexuelle Beziehungen sind in Ghana bereits durch ein aus der Kolonialzeit stammendes Gesetz strafbar. Das neue Gesetz würde den Anwendungsbereich der Sanktionen jedoch erheblich ausweiten, indem es auch LGBTQ-Rechteorganisationen, Aktivisten, finanzielle Unterstützer und öffentliche Kampagnen ins Visier nimmt.

Mehrere afrikanische Länder haben in letzter Zeit ihre Gesetzgebung gegen sexuelle Minderheiten verschärft, was Kritik von Menschenrechtsorganisationen und westlichen Partnern hervorgerufen hat.

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