Die schönste Landschaft der Cinque Terre bietet einen atemberaubenden Blick auf das Mittelmeer.
Die schönste Landschaft der Cinque Terre bietet einen atemberaubenden Blick auf das Mittelmeer.

Von Jessica Pierné.

Der Nationalpark Cinque Terre, seit 1997 UNESCO-Weltkulturerbe, ist ein kleines Paradies, wo Weinberge und malerische Dörfer das Mittelmeer überblicken. Zwischen den aneinandergereihten Häusern, Panoramawanderwegen und Fischerbooten bietet die Region eine spektakuläre Kulisse. All diese Attraktionen machen sie zu einem unwiderstehlichen Ziel für einen Wochenendausflug, um diesen Abschnitt der italienischen Riviera zu entdecken.

Fünf Dörfer mittelalterlichen Ursprungs

Etwa hundert Kilometer südöstlich von Genua liegt ein Küstennationalpark von bezauberndem Charme. Seinen Namen verdankt er fünf alten Fischerdörfern, die ebenso malerisch wie reizvoll an Klippen oder direkt am Wasser liegen. Verbunden durch ein dichtes Netz von Wanderwegen, eine Bahnlinie und ab dem Frühjahr auch Fährverbindungen, bieten diese Dörfer ein ebenso komfortables wie spektakuläres Ausflugsziel. Um die Gegend in vollen Zügen zu genießen, empfiehlt sich ein Besuch im Frühling oder Frühsommer, abseits der ausgetretenen Pfade.

Der Küstenweg verbindet die Dörfer über eine Strecke von etwa zwölf Kilometern.

Wandern in den Cinque Terre

Zwischen Genua und La Spezia erstreckt sich die Cinque Terre mit ihren fünf Dörfern, die das Mittelmeer überblicken. Riomaggiore, Manarola, Corniglia, Vernazza und Monterosso gehören zu diesem UNESCO-Weltkulturerbe. Hier gibt es keine Autos; man bewegt sich mit dem Zug, zu Fuß oder mit dem Boot fort. Jedes Dorf hat seinen ganz eigenen Charme und bietet Wanderwege. Der Sentiero Azzurro (Blauer Weg), der die Dörfer auf einer Länge von etwa zwölf Kilometern verbindet, schlängelt sich zwischen Meer und mediterraner Macchia hindurch. Planen Sie fünf bis sechs Stunden für die gesamte Wanderung ein; Sie werden mit atemberaubenden Panoramablicken auf die ligurische Küste belohnt. Einige Abschnitte können aufgrund ihres empfindlichen Zustands gesperrt sein.


Die mittelalterliche Stadt Porto Venere, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, liegt flussaufwärts von den fünf legendären Dörfern der Cinque Terre.

Die Cinque Terre mit dem Boot

Schon beim Betreten des Bootes ist die Atmosphäre spürbar. Die ligurische Küste entfaltet sich in ihrer ganzen Vertikalität: pastellfarbene Häuser dicht an dicht, terrassenförmige Weinberge und vom Land aus unsichtbare Buchten. Das Boot gleitet von einem Dorf zum nächsten und bietet einen atemberaubenden Blick auf diese kompakten, zeitlosen Silhouetten. Riomaggiore erscheint wie eine farbenfrohe Felsspalte, und Manarola breitet sein Amphitheater aus ineinander verschlungenen Häusern aus. Die Dörfer folgen einander, jedes einzigartig. Höhepunkt ist das elegante Vernazza, das seine ganze Anmut offenbart, sobald sich das Wasser nähert: eine perfekte Bucht, überragt von einem genuesischen Turm, wo Boote und Terrassen ein lebendiges Bild ergeben. Eine Kreuzfahrt durch die Cinque Terre bietet eine ruhigere und spektakulärere Art, die Region zu erleben. Sie ermöglicht es Ihnen außerdem, den Einschränkungen der Erreichbarkeit zu entfliehen, da die Cinque Terre größtenteils für den Autoverkehr gesperrt ist.

Crazy Boat Land für eine Bootstour: http://www.crazyboatcinqueterre.com/

Auf dem Weg zur wilden Insel Cinque Terre

Östlich der Cinque Terre liegt die Insel Palmaria, ein wahres Juwel Liguriens. Seit 1997 UNESCO-Weltkulturerbe, ist sie die einzige bewohnte Insel der Region und zieht Besucher an, die Authentizität suchen. Ihre zerklüftete Landschaft, die mediterrane Vegetation und die Wanderwege bieten ein noch immer wildes Ambiente, fernab der Touristenmassen der nahen Küste. Doch Palmaria besticht nicht nur durch ihre Landschaft: Die Insel blickt auch auf ein bemerkenswertes militärisches Erbe zurück, mit mehreren Festungsanlagen, von denen einige noch heute genutzt werden. Gegenüber dem malerischen Dorf Portovenere in der Provinz La Spezia gelegen, vereint Palmaria auf einzigartige Weise unberührte Natur und strategische Geschichte.

Die Insel Palmaria besticht durch ihren wilden Charakter und ihre Wanderwege.

Der Geschmack der Authentizität

Riomaggiore, überragt von einer Festung, zeugt von einer langen Geschichte. Das Dorf, das der Republik Genua treu ergeben war, wird bereits Mitte des 13. Jahrhunderts urkundlich erwähnt. Der Überlieferung nach geht seine Entstehung auf die Ansiedlung griechischer Flüchtlinge zurück, die an diesen rauen Küsten Zuflucht suchten. Heute mag Riomaggiore diejenigen enttäuschen, die malerische Kulissen bevorzugen: Der kleine Hafen ist oft überfüllt. Doch schon ein kurzer Spaziergang durch die steilen, engen Gassen offenbart eine unberührte Atmosphäre und exzellente Restaurants. Hier zelebriert die ligurische Küche die Einfachheit und Frische ihrer Zutaten: marinierte Sardellen, mit Olivenöl beträufelte Focaccia und das berühmte Pesto, zubereitet mit Basilikum, das auf den umliegenden Terrassen im Überfluss wächst. Lokale Weine wie der Sciacchetrà mit seinen weichen, bernsteinfarbenen Noten harmonieren perfekt mit diesen Spezialitäten. Zwischen rauer Landschaft und weitem Meer bieten die Cinque Terre ein kulinarisches Erlebnis, bei dem die Augen ebenso verwöhnt werden wie der Gaumen.

Riomaggiore bietet atemberaubende Ausblicke aufs Meer und seine Restaurants sind einen Besuch wert.

REISETAGEBUCH:

ANREISE:
Um die Cinque Terre zu erreichen. Hin- und Rückflüge von Paris nach Genua ab 77 € mit Volotea. https://www.volotea.com/fr/

ODER SCHLAFEN?
Im Hotel La Spiaggia können Sie den Blick auf das weite blaue Meer genießen. Die Lage ist nur 10 Gehminuten vom Stadtzentrum von Monterosso und dem Bahnhof entfernt.
https://www.laspiaggiamonterosso.com

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