Die Reaktion auf den Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK) steht einen Monat nach der Ausrufung eines internationalen Gesundheitsnotstands durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor ernsthaften logistischen und sicherheitspolitischen Herausforderungen.
Laut Angaben von Gesundheits- und humanitären Beamten gegenüber Reuters bleibt etwa ein Drittel der Verdachtsfälle im Epizentrum des Ausbruchs weiterhin unbeantwortet. Den Einsatzkräften vor Ort fehlen Personal, Fahrzeuge und Ressourcen, um Kontaktpersonen zu ermitteln und Patienten schnell zu isolieren.
Die afrikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention (Africa CDC) haben ebenfalls von erheblichen Engpässen berichtet, unter anderem bei Krankenwagen und medizinischem Personal, was die Interventionen erheblich verlangsamt.
Der Ausbruch, der auf einen seltenen Stamm des Ebola-Virus zurückzuführen ist, hat bereits über 800 bestätigte Fälle erreicht. Die Gesundheitsbehörden befürchten eine Verschärfung der Lage und das Risiko, dass es sich zu einer der schwersten Epidemien seit dem Ausbruch in Westafrika 2014–2016 entwickelt, der mehr als 11.000 Todesopfer forderte.
Auch humanitäre Organisationen wie Oxfam berichten von gravierenden Verzögerungen bei der Versorgung von Verdachtsfällen; einige Patienten müssen mehrere Stunden warten, bevor sie in spezialisierte Zentren verlegt werden.
Die Schwierigkeiten werden durch die lokalen Gegebenheiten noch verstärkt: anhaltende Unsicherheit, schwer zu kontrollierende städtische Gebiete und intensive Bergbauaktivitäten erschweren die Kontaktverfolgung und die Umsetzung von Maßnahmen des öffentlichen Gesundheitswesens.
Die Gesundheitsbehörden warnen davor, dass sich die Ausbreitung der Krankheit in den kommenden Wochen beschleunigen könnte, wenn die personellen und logistischen Ressourcen nicht rasch aufgestockt werden.
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