Zeugen beschreiben die Verwüstung, die die tödliche Explosion in Myanmar angerichtet hat.
Zeugen beschreiben die Verwüstung, die die tödliche Explosion in Myanmar angerichtet hat.

Bewohner im Norden Myanmars berichteten von Szenen massiver Zerstörung, nachdem ein großes Sprengstofflager explodiert war und Dutzende Menschen in einem von einer Rebellenarmee kontrollierten Gebiet getötet hatte.

Laut der Ta'ang Nationalen Befreiungsarmee ist die Zahl der Todesopfer auf 39 gestiegen. Diese Zahl liegt unter den ersten Schätzungen vom Sonntag, die von mindestens 55 Opfern ausgingen. Zahlreiche Menschen wurden zudem verletzt.

Die Explosion ereignete sich am Samstag im Dorf Kaung Tat im Shan-Staat, nahe der Grenze zu China. Die Rebellengruppe gab an, dass die dort gelagerten Sprengstoffe für Bergbauaktivitäten bestimmt waren und dass eine Untersuchung zur Ermittlung der genauen Ursachen des Unglücks eingeleitet wurde.

Zeugen berichteten, die Explosion sei so gewaltig gewesen, dass sie zahlreiche Häuser zerstörte und Trümmer über ein weites Gebiet verstreute. Überlebende suchten stundenlang in den Ruinen nach vermissten Angehörigen.

In den sozialen Medien kursierende Videos zeigen eine große Rauchwolke, die bis nach Ruili, auf der anderen Seite der chinesischen Grenze, sichtbar ist.

In einer Erklärung sprach die TNLA den Familien der Opfer ihr Beileid aus und sicherte den Betroffenen medizinische, humanitäre und finanzielle Unterstützung zu. Die Organisation bekräftigte zudem, dass jeder, der für Fahrlässigkeit oder Versäumnisse verantwortlich gemacht wird, strafrechtlich verfolgt werde.

Diese Katastrophe ereignete sich in einer Region, die bereits durch bewaffnete Konflikte geschwächt war, in denen die Armee Myanmars seit Jahren gegen verschiedene ethnische Rebellengruppen kämpft. Die TNLA kontrolliert derzeit mehrere Gebiete im Nordosten des Landes und hält einen Waffenstillstand mit den Regierungstruppen ein.

Die örtlichen Behörden setzen die Rettungs- und Opferidentifizierungsmaßnahmen fort, während die Ermittler versuchen, die Ursache der Explosion dieser hochexplosiven Stoffe zu klären.

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