Donald Trump wirft China in einer feierlichen Ansprache den „größten Wahldaten-Hack der Geschichte“ vor.
Donald Trump wirft China in einer feierlichen Ansprache den „größten Wahldaten-Hack der Geschichte“ vor.

Donald Trump In einer Fernsehansprache aus dem Weißen Haus am späten Donnerstagabend konzentrierte sich der Präsident auf die Integrität des amerikanischen Wahlsystems. Während der rund 25-minütigen Rede verkündete er zahlreiche Neuigkeiten, darunter den Vorwurf gegen China, den „größten Datendiebstahl im Zusammenhang mit Wahlen in der Geschichte“ begangen zu haben, und versprach die Freigabe geheimer Geheimdienstdokumente.

Trump kündigt die Freigabe von Dokumenten zu den amerikanischen Wahlen an.

Gleich zu Beginn seiner Rede erklärte Donald Trump seine Absicht, Informationen der US-Geheimdienste zu den Wahlen freizugeben. Laut seinen Angaben würden diese Dokumente „schockierende Schwachstellen“ im Wahlsystem sowie mögliche ausländische Einmischung aufdecken. Der Präsident nannte jedoch weder konkrete Dokumente noch einen festgelegten Stichtag für die Veröffentlichung.

Schwere Anschuldigungen gegen China

Die wichtigste Ankündigung in seiner Rede betraf Peking. Donald Trump behauptete, China habe seit der Präsidentschaftswahl 2020 eine massive Hacker-Operation durchgeführt und dabei illegal die Daten von fast 220 Millionen amerikanischen Wählern erlangt.

Der US-Präsident gab an, er habe den Direktor des nationalen Nachrichtendienstes und das FBI gebeten, eine Untersuchung einzuleiten, um das Ausmaß möglicher chinesischer Einmischung in die US-Wahlen zu ermitteln.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind die von Donald Trump vorgebrachten Elemente noch nicht öffentlich bekannt und diese Anschuldigungen wurden nicht durch öffentlich zugängliche Beweise untermauert.

Trump bestreitet weiterhin das Ergebnis der Wahl 2020.

Wie schon bei zahlreichen Gelegenheiten in den vergangenen Jahren bekräftigte Donald Trump, dass ihm die Präsidentschaftswahl 2020 zu Gunsten seines Gegners „gestohlen“ worden sei. Joe BidenDiese Behauptung ist weiterhin umstritten. Die zahlreichen nach der Wahl eingereichten Klagen sowie mehrere Wahlprüfungen und unabhängige Untersuchungen haben keinen Betrug aufgedeckt, der das Wahlergebnis hätte verändern können.

Druck auf den Kongress wegen des „SAVE America Act“

Der US-Präsident rief die republikanischen Abgeordneten außerdem dazu auf, den SAVE America Act zu verabschieden. Dieser Gesetzentwurf zielt darauf ab, die Wählerregistrierung zu verschärfen und die Vorlage eines Ausweises bei der Stimmabgabe verpflichtend zu machen. Derzeit liegt der Gesetzentwurf im Senat auf Eis, da ihm die notwendige Zweidrittelmehrheit fehlt, um diese Verfahrenshürde zu überwinden. obstruierenDonald Trump forderte die Abschaffung dieser Regel, um ihre Annahme mit einfacher Mehrheit zu ermöglichen.

Befürworter glauben, diese Reform würde die Wahlsicherheit stärken. Demgegenüber befürchten mehrere Bürgerrechtsorganisationen, dass sie den Zugang zur Wahl für bestimmte Wählergruppen erschweren könnte.

Angriffe gegen mehrere amerikanische Medienunternehmen

In seiner Rede griff Donald Trump auch mehrere große amerikanische Fernsehsender an. Nachdem er NBC und ABC dafür kritisiert hatte, seine Rede nicht live übertragen zu haben, unterstellte er ihnen – ohne dafür Beweise vorzulegen –, sie seien in einen Vertuschungsversuch von Wahlbetrug verwickelt. Der Präsident forderte sogar den Entzug ihrer Sendelizenzen.

Eine Pressekonferenz wurde für Freitag angekündigt.

Donald Trump gab schließlich bekannt, dass Heimatschutzminister Markwayne Mullin eine Pressekonferenz abhalten werde, um die Arbeit seines Ministeriums zu angeblichen Schwachstellen in elektronischen Wahlsystemen vorzustellen. Diese Ankündigung dürfte weitere Details zu den Erklärungen des Präsidenten liefern, insbesondere zu den freigegebenen Dokumenten und den gegen China erhobenen Vorwürfen.

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