Russland gab am Donnerstag bekannt, im Rahmen großangelegter strategischer Übungen mit Belarus atomwaffenfähige Raketen abgefeuert und Nuklearmunition an einige Militäreinheiten verteilt zu haben. Diese Machtdemonstration erfolgt vor dem Hintergrund der zunehmenden Spannungen mit der NATO aufgrund des Ukraine-Krieges und der Drohnenangriffe im Baltikum.
Laut Moskau zählen diese Manöver zu den größten Nuklearübungen, die Russland in den letzten Jahren organisiert hat. Sie umfassen rund 64.000 Militärangehörige und dienen der Ausbildung der Streitkräfte in der „Vorbereitung und dem Einsatz von Nuklearwaffen im Falle einer Aggression“.
Die Übungen werden gemeinsam mit Belarus, einem engen Verbündeten des Kremls, durchgeführt. Bilder des russischen Verteidigungsministeriums zeigen insbesondere die Stationierung von atomwaffenfähigen Iskander-M-Raketen auf belarussischem Territorium.
Bei einem Treffen im Kreml erklärte der russische Präsident Wladimir Putin, der Einsatz von Atomwaffen solle eine „außergewöhnliche“ Maßnahme und ein „letztes Mittel“ bleiben. Er sprach in Anwesenheit des belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko, des russischen Verteidigungsministers Andrei Beloussow und hochrangiger russischer Militärs.
Wladimir Putin betonte auch die Rolle der russisch-belarussischen Nukleartriade, die er angesichts des „Aufkommens neuer Bedrohungen und neuer Risiken“ in der Welt als unerlässliche Garantie für die Souveränität beider Länder ansieht.
Diese Manöver finden vor dem Hintergrund besonders hoher Spannungen zwischen Moskau und westlichen Ländern statt. Militärische Zwischenfälle und Drohnenaktivitäten in der Ostsee haben die Befürchtungen einer Eskalation zwischen Russland und der NATO verstärkt, während der Krieg in der Ukraine weiterhin diplomatische und militärische Konfrontationen zwischen beiden Seiten anheizt.
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